ZEHN MINUTEN | 02 Mai Klimaresilientes Bauen – Prävention und Protektion(clone) | страница 2

waltungsgebäudes der Wirth Grundbesitz GmbH in Forst kommen innovative Konzepte zur Nutzung von Umweltwärme zum Einsatz, sodass sich das Gebäude ganz ohne fossile Brennstoffe heizen und kühlen lässt. Dafür sorgen Wasserwärmepumpen und Brunnenanlagen, die je nach Standort und Gegebenheiten unterschiedliche Vorteile bieten. Saug- und Sickerbrunnen sorgen dabei für eine effiziente Energieversorgung. „ Höhere Investitions- kosten rechnen sich über den Lebenszyklus, langfristig sparen wir dabei Kosten ein“, erklärte Klein- Sperling. Durch die Kombination mit Photovoltaik könne eine hohe Energieautarkie erreicht werden.
Die Landesregierung hat die Bauwirtschaft im Blick
Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt unterstrich in ihrem anschließenden Grußwort die zentrale Bedeutung der Bauwirtschaft für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes Rheinland-Pfalz, insbesondere in der Realisierung von Wohnungs-, Gewerbe- und Infrastrukturprojekten. Gleichzeitig stehe die Branche auch in Rheinland-Pfalz gegenwärtig vor großen Herausforderungen: Der Fachkräftemangel, bürokratische Hürden und die Notwendigkeit klimafreundlicher Innovationen erfordern gezielte Maßnahmen der Politik.
„ Nachhaltige Baustoffe und innovative Technologien sind nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit unserer
Bauwirtschaft von zentraler Bedeutung. Das unterstützen wir als
Landesregierung gezielt."
Eine davon sei das Bürokratieentlastungspaket, das unter anderem die Anpassung der Wertgrenzen im Vergaberecht vorsieht, um öffentliche Bauprojekte schneller zu realisieren. Zudem sprach Schmitt sich für eine stärkere Zentralisierung von Genehmigungsprozessen aus, um Bauvorhaben effizienter zu machen. „ Wir müssen Kapazitäten bündeln, um Planungen schneller umzusetzen“, so Schmitt.
Mit Blick auf das Ahrtal verwies die Ministerin auf die Notwendigkeit nachhaltiger Wiederaufbaukonzepte. Als weitere Folge des Klimawandels merkte sie an, dass Innenstädte durch zunehmende Hitzebelastung an Aufenthaltsqualität verlieren. „ Unsere Städte müssen klimaangepasst geplant werden. Das erfordert durchdachte Nutzungskonzepte, bei denen sich Wohnen, Arbeiten und Handel stärker miteinander verzahnen und in Klimawandelanpassungskonzepte integriert werden“, erklärte Schmitt. Zudem verwies sie auf das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation( KIPKI) sowie auf Fördermöglichkeiten durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz( ISB), die nachhaltige Bauprojekte auf kommunaler Ebene ohne großen bürokratischen Aufwand unterstützen.
Tradition trifft Zukunft: Nachhaltige Baustoffe
Klimafreundliches Bauen braucht nicht nur moderne Technologie, sondern insbesondere ein Umdenken bei Materialien und Bauweisen. Dies erläuterte Herbert Hofer, Vorstandsmitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, in seinem Vortrag. Die Flut im Ahrtal habe offengelegt, welche Baustoffe extremwetterfest sind: Fachwerkhäuser und Bruchsteingebäude hielten der Flut erstaunlich gut stand und ließen sich vergleichsweise einfach sanieren.
Daniela Schmitt Wirtschaftsministerin