Das Projekt begleitet den Weg von der ersten Konzeptentwicklung bis zur Markteinführung des Unternehmensprodukts. Die Initiative wurde im Rahmen der Förderlinie EXIST von 2020 bis 2024 realisiert und versteht sich unter anderem als Brücke für junge Unternehmen, die sich zu mittel-
ständischen Unternehmen entwickeln wollen.
Durch regelmäßige Community-Veranstaltungen wird ein aktives Netzwerk geschaffen, das Mento-
ring, Investitionen sowie Wissens- und Erfahrungs-
austausch ermöglicht. Dabei werden auch immer wieder Startups mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammengebracht. Deutlich wird dabei immer wieder, wie wichtig die Rolle von Startups als „Frischluftzufuhr“ für etablierte Unter-
nehmen sein kann. Davon profitieren beide Seiten, beispielsweise können Startups im Austausch Agilität und kreative Lösungsansätze einbringen, während etablierte Unternehmen mit Erfahrung, Marktzugang und Ressourcen unterstützen können.
Eines dieser Unternehmen aus dem Ideenwald ist das Kaiserslauterner Startup LUBIS EDA GmbH. Das Unternehmen entwickelt softwaregestützte Verfahren, um die klassischerweise sehr fehler-
anfällige Herstellung von Mikrochips effizienter zu planen und durchzuführen. 2021 belegte das Unternehmen Platz 7 der Top-50-Startups in Deutschland und weist seitdem einen steilen Aufstieg auf.
Dr. Max Birtel, CFO des Unternehmens, schilderte die Herausforderungen der frühen Finanzierung und hob dabei die große Bedeutung des ersten Pilotkunden aus der Region hervor, der Vertrauen in das Produkt des Unternehmens setzte und es so wirksam unterstützte. Dies überzeugte im An-
schluss notwendige Investoren. Gerade als Deep-
Tech-Unternehmen war LUBIS EDA auf eine groß-
zügigere Finanzierung angewiesen als klassische Startups. Fünf Jahre nach dem ersten Prototyp im Jahr 2018 folgte nach einer Förderung durch das EXIST-Gründungsstipendium des BMWK die erste Seed-Finanzierung mit lokalen Business Angels. Später dann, 2023, eine erfolgreiche Kapitalrunde u. a. mit EU-Förderung in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Damit konnte das Unternehmen auf über 35 Mitarbeitende anwachsen und 2024 erstmals Ge-
winne verzeichnen. Der schnelle Erfolg ließ einen Investor aus den USA aufmerksam werden, der sich später entschied einzusteigen. Der Standort in Kai-
serslautern kam dem Unternehmen dabei zugute: Die fortlaufende Unterstützung der ehemaligen Professoren in der frühen Produktentwicklungs-
phase und der Zugang zu Talenten aus der RPTU Kaiserslautern-Landau waren letztendlich entschei-
dend für das schnelle Wachstum und den Markt-
eintritt.
Jan Fabig, Präsident und Gründer des Startup-Inku-
bators LAUNCH Rhein-Main e.V., stellte seine in der Region einzigartige Initiative vor. Als Zusammen-
schluss von studentischen Initiativen an vier Hoch-
schulen und Universitäten im Rhein-Main-Gebiet verfolgt LAUNCH Rhein-Main das Ziel, Studierende und junge Gründerinnen und Gründer hin zu einer erfolgreichen Unternehmensgründung zu beglei-
ten.
Die Initiative liefert Unterstützung mit Mentoring und 1:1-Matching in sogenannten Hard-Skill-The-
men. Dazu gehören auch rechtliche Fragestellun-
gen oder ganz einfache praktische Herausforde-
rungen, wie beispielsweise: Wie stellen junge Start-
ups erste Mitarbeitende ein?
„Entscheidend für uns
waren am Standort
Kaiserslautern die guten
Verbindungen zu unseren
Professoren, der Wissenschaft und
Talenten aus der Universität.
Das hat uns enorm dabei geholfen,
schnell zu wachsen.“
Dr. Max Birtel
CFO, LUBIS EDA GmbH