WELLNESS WORLD Business 4-2014 | 页面 32

© freeimages.com © CIS/pixelio.de © Joujou/pixelio.de Oben: Lotos, nährt das Herz, unterstützt die Milz und harmonisiert die Leber. Mitte: Hirse ist ein sehr nährstoffreiches Getreide und hilft bei der Verdauungsarbeit. Unten: Rotklee enthält ebenfalls wertvolles pflanzliches Östrogen und mindert Wechselbescherden. Weiteren kommt es zur Akkumulation von Stoffwechselschlacken. Aus Sicht der TCM führt dies zur Verlangsamung und zur Veränderung der Stoffwechselfunktionen der inneren Organe und in weiterer Folge zur Blutstase und Bildung von Schleim sowie zu Übergewicht, Hypercholesterinämie und weiteren stoffwechselbedingten Störungen (beispielsweise Altersflecken, Grauer Star, Taubheitsgefühle, Muskelschmerzen, Krampfadern und Bluthochdruck). Da auch das HERZ altert, werden auch seine Funktionen mit der Zeit schwächer. Dies führt zu Kurzatmigkeit, Herzklopfen, blasser Haut, Kälteempfinden, Schmerzen in der Brust oder Engegefühl im Brustkorb. Weil der Geist „Shen“, der unseren Intellekt versinnbildlichen soll, im Herzen lebt, führt die verminderte Funktion des Herzens zu mentalen Problemen wie Schlafveränderungen, Nervosität, abnehmendem Gedächtnis, schlechter Konzentration, verlangsamte Reaktion, im schlimmsten Fall zu Demenz und Persönlichkeitsveränderungen. Die LEBER hat laut TCM die Funktion, den Qi- und Blutfluss zu fördern und zu harmonisieren, Blut zu speichern, die Sehnen und Nägel zu nähren; sie „öffnet sich in den Augen“. Für die Koordination des SehnenBand-Apparates und für die Beweglichkeit und Flexibilität unseres Körpers bedarf es des Leberblutes und des harmonisch fließenden Qi. Nun wird während der Alterungsvorgänge weniger Blut produziert, was zur Folge hat, dass nicht mehr genügend Blut vorhanden ist, um die Augen ausreichend zu nähren. Das Sehen wird schlechter, Trockenheit der Augen stellt sich ein. Wenn die Leber die Sehnen und Nägel nicht nähren kann, führt dies zu müden Extremitäten, steifen Gelenken, Kyphose (Buckelbildung der Wirbelsäule) und deformierten Nägeln. Eine Blockierung des Qi- und/oder Blutflusses erzeugt Schwindel, Taubheitsgefühle, vermindertes Sprechen oder Abneigung gegenüber dem Sprechen, Angst, Irritierbarkeit, emotionale Probleme. Die LUNGE hat eine zentrale Stelle in der Qi-Produktion. Daher geht man in der 32 gesundheit TCM davon aus, dass die Lunge über das Qi, die Steuerung der Atmung und der Wasserwege herrscht sowie über die Haut und das Haar wacht; sie „öffnet sich in der Nase“. Eine Lungendysfunktion verursacht Kurzatmigkeit, Husten, verstärkte Sekretion der Nase, des Rachens, Druckgefühl in der Brust, Schwitzen, Obstipation und eine Verminderung des Geruchsinnes. Die Haut und das Körperhaar werden durch das Abwehr-Qi, das der Lunge zugeordnet wird, genährt. Ist diese Abwehrkraft geschwächt, so verliert die Haut an Elastizität, das Haar seinen natürlichen Glanz, Falten bilden sich und Pigmentstörungen/Altersflecken entstehen. Häufiges Auftreten von Infekten und wesentlich stärkere Schweißabsonderung zählen ebenfalls zu den Folgen eines geschwächten Qi. Der ganzheitliche Ansatz der TCM ermöglicht nun, frühzeitig etwas gegen den Verlust von Essenz zu unternehmen und den Ablauf der körperlichen Veränderungen zu verlangsamen. Einer der Hauptpunkte in der TCM-Anti-AgingLehre ist die Differenzierung der Disharmonien in den vorhin genannten Organen und die individuelle, maßgeschneiderte Therapie mit möglichst vielen der Yang-Sheng-Therapie-Optionen. Was ist zu tun? 1. Halten Sie Ihre Haut jung, indem Sie das Blut ergänzen und nähren, seine Zirkulation aktivieren sowie Ihr Yin nähren, um dadurch eine bessere Befeuchtung der Haut zu erzielen. Zu den chinesischen Heilkräutern, die uns dabei unterstützen können, zählen Ginseng, Salomonsiegel, chinesische Angelikawurzel, Ginkgoblätter, chinesische Wolfsbeere, Rote Jujuba-Datteln, Polygonum-Wurzel, schwarzer Sesam. Meiden Sie Umweltnoxen und Genussmittel wie Nikotin, übermäßigen Alkoholkonsum sowie starke UV-Strahlung und achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit sogenanntem „Functional Food“, in China schon lange als „Bao Jian Shi Pin“ bekannt: Greifen Sie zu Kürbiskernen, Kirschen, Rettich, Lotuswurzel, Pilzen, Honig, Sesamsaat, Wellness world business | 4/2014