WELLNESS WORLD Business 4-2014 | 页面 32
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Oben: Lotos, nährt das Herz, unterstützt die Milz und harmonisiert die
Leber.
Mitte: Hirse ist ein sehr nährstoffreiches Getreide und hilft bei der
Verdauungsarbeit.
Unten: Rotklee enthält ebenfalls
wertvolles pflanzliches Östrogen
und mindert Wechselbescherden.
Weiteren kommt es zur Akkumulation
von Stoffwechselschlacken. Aus Sicht der
TCM führt dies zur Verlangsamung und
zur Veränderung der Stoffwechselfunktionen der inneren Organe und in weiterer Folge zur Blutstase und Bildung von
Schleim sowie zu Übergewicht, Hypercholesterinämie und weiteren stoffwechselbedingten Störungen (beispielsweise
Altersflecken, Grauer Star, Taubheitsgefühle, Muskelschmerzen, Krampfadern
und Bluthochdruck).
Da auch das HERZ altert, werden auch seine
Funktionen mit der Zeit schwächer. Dies
führt zu Kurzatmigkeit, Herzklopfen, blasser
Haut, Kälteempfinden, Schmerzen in der
Brust oder Engegefühl im Brustkorb. Weil
der Geist „Shen“, der unseren Intellekt versinnbildlichen soll, im Herzen lebt, führt die
verminderte Funktion des Herzens zu mentalen Problemen wie Schlafveränderungen,
Nervosität, abnehmendem Gedächtnis,
schlechter Konzentration, verlangsamte
Reaktion, im schlimmsten Fall zu Demenz
und Persönlichkeitsveränderungen.
Die LEBER hat laut TCM die Funktion, den
Qi- und Blutfluss zu fördern und zu harmonisieren, Blut zu speichern, die Sehnen und
Nägel zu nähren; sie „öffnet sich in den
Augen“. Für die Koordination des SehnenBand-Apparates und für die Beweglichkeit
und Flexibilität unseres Körpers bedarf es
des Leberblutes und des harmonisch fließenden Qi. Nun wird während der Alterungsvorgänge weniger Blut produziert, was
zur Folge hat, dass nicht mehr genügend
Blut vorhanden ist, um die Augen ausreichend zu nähren. Das Sehen wird schlechter,
Trockenheit der Augen stellt sich ein. Wenn
die Leber die Sehnen und Nägel nicht nähren kann, führt dies zu müden Extremitäten,
steifen Gelenken, Kyphose (Buckelbildung
der Wirbelsäule) und deformierten Nägeln.
Eine Blockierung des Qi- und/oder Blutflusses erzeugt Schwindel, Taubheitsgefühle, vermindertes Sprechen oder Abneigung gegenüber dem Sprechen, Angst, Irritierbarkeit,
emotionale Probleme.
Die LUNGE hat eine zentrale Stelle in der
Qi-Produktion. Daher geht man in der
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gesundheit
TCM davon aus, dass die Lunge über das
Qi, die Steuerung der Atmung und der
Wasserwege herrscht sowie über die Haut
und das Haar wacht; sie „öffnet sich in der
Nase“. Eine Lungendysfunktion verursacht Kurzatmigkeit, Husten, verstärkte
Sekretion der Nase, des Rachens, Druckgefühl in der Brust, Schwitzen, Obstipation und eine Verminderung des Geruchsinnes. Die Haut und das Körperhaar
werden durch das Abwehr-Qi, das der
Lunge zugeordnet wird, genährt. Ist diese
Abwehrkraft geschwächt, so verliert die
Haut an Elastizität, das Haar seinen
natürlichen Glanz, Falten bilden sich und
Pigmentstörungen/Altersflecken entstehen. Häufiges Auftreten von Infekten und
wesentlich stärkere Schweißabsonderung
zählen ebenfalls zu den Folgen eines
geschwächten Qi.
Der ganzheitliche Ansatz der TCM
ermöglicht nun, frühzeitig etwas gegen
den Verlust von Essenz zu unternehmen
und den Ablauf der körperlichen Veränderungen zu verlangsamen. Einer der
Hauptpunkte in der TCM-Anti-AgingLehre ist die Differenzierung der Disharmonien in den vorhin genannten Organen und die individuelle, maßgeschneiderte Therapie mit möglichst vielen der
Yang-Sheng-Therapie-Optionen.
Was ist zu tun?
1. Halten Sie Ihre Haut jung, indem
Sie das Blut ergänzen und nähren, seine
Zirkulation aktivieren sowie Ihr Yin
nähren, um dadurch eine bessere
Befeuchtung der Haut zu erzielen. Zu
den chinesischen Heilkräutern, die uns
dabei unterstützen können, zählen
Ginseng, Salomonsiegel, chinesische
Angelikawurzel, Ginkgoblätter, chinesische Wolfsbeere, Rote Jujuba-Datteln,
Polygonum-Wurzel, schwarzer Sesam.
Meiden Sie Umweltnoxen und Genussmittel wie Nikotin, übermäßigen Alkoholkonsum sowie starke UV-Strahlung
und achten Sie auf eine ausgewogene
Ernährung mit sogenanntem „Functional Food“, in China schon lange als
„Bao Jian Shi Pin“ bekannt: Greifen Sie
zu Kürbiskernen, Kirschen, Rettich,
Lotuswurzel, Pilzen, Honig, Sesamsaat,
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4/2014