Ganz richtig sieht Szabó den Staat in der Verantwortung , die Kommunen nicht alleine zu lassen . Dies im mehrfachen Sinne : Sowohl auf der Ebene der finanziellen Unterstützung als auch der Kontrolle . Damit die verbreitete Klüngelmentalität nicht über gute Vorhaben siegen kann .
13 . VLÖ-Volksgruppensymposium im Haus der Heimat in Wien
„ Vergangenheit , Gegenwart und Zukunft - unsere gemeinsame Verantwortung ” -
Gründung der , ^Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Altösterreicher in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie ”
Unter dem Motto „ Vergangenheit , Gegenwart und Zukunft ” hielt der Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs ( VLÖ ) sein bereits traditionelles Volksgruppensymposium zum nunmehr 13 . Male ab und lud - wie schon in den Jahren zuvor - interessierte Teilnehmer der Heimatvertriebenenverbände und Vertreter der deutschsprachigen altösterreichischen Minderheiten aus den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie in diesem Jahr vom 17 . bis 20 . Oktober in das „ Haus der Heimat ” in Wien ein .
Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Feierlichkeiten für den VLÖ-Bundesvorsitzenden DI Rudolf Reimann , der dem VLÖ nunmehr seit 20 Jahren vorsteht und sein jüngstes Buch „ Not und Brot - die Geschichte der Familie Reimann ” der Öffentlichkeit vorstellte . Unter die große Schar der Gratulanten gesellten sich unter anderem der Dritte Nationalratspräsident Dr . Martin Graf , die Vertriebenensprecherin der FPÖ , Anneliese Kitzmüller , sowie S . K . H . Erzherzog Karl von Habsburg-Lothringen , der dem Jubilar große Anerkennung für seine jahrelange Arbeit im Sinne der Heimatvertriebenen und Heimatverbliebenen zollte .
VLÖ-Generalsekretär Ing . Norbert Kapeller , der für das umfangreiche viertägige Tagungsprogramm verantwortlich zeichnete , begleitete die Tagungsteilnehmer am ersten Veranstaltungstag in das Parlament , wo sie durch Parlamentsdirektor Dr . Harald Dossi in Vertretung von Nationalratspräsidentin Mag . Barbara Prammer empfangen wurden und im Rahmen einer ausgedehnten Führung das Hohe Haus , darunter den historischen Reichsratssitzungssaal , erkunden konnten .
Emotional tief bewegt folgten die Teilnehmer des Symposiums tags darauf den Ausführungen des slowenischen Historikers Mag . Roman Leljak , der im Zuge einer umfangreichen Präsentation schreckliche Details über die ethnischen Säuberungen in Slowenien in den Jahren 1944 / 45 darstellte und ergreifendes Videomaterial über die Freilegung des so genannten „ Barbara-Stollens ” bei Tüffer in der Untersteiermark präsentierte .
Unter dem Titel „ Deutsche altösterreichische Volksgruppen - Wie sichern wir unsere Autochthonie ? Welche Perspektiven gibt es ?” berichteten die verschiedenen teilnehmenden deutschsprachigen Verbände aus dem europäischen Ausland über den jeweiligen Status Quo und die einzelnen Zukunftsperspektiven als deutschsprachige Minderheiten .
Besonders freute es Generalsekretär Kapeller , dass er Mag . phil . Christoph Benedikter vom Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung für den Fachvortrag „ Fallbeispiel Deutsche und Tschechen - historische Konfliktanalyse und Perspektiven zu Sicherung der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa ” gewinnen konnte , der im Rahmen einer sehr lebendigen und ausgedehnten Diskussionsrunde weitere Fragestellungen und Themenbereiche mit den Tagungsteilnehmern erörterte .
Unter dem Titel „ Archivarbeit , Bibliothek und Neue Medien -
Sonntagsblatt
Wie sichern wir unser Schicksal vor dem Vergessen ” referierte Generalsekretär Kapeller über seine geplanten zukünftigen Arbeitsvorhaben im Haus der Heimat und seinem Ansinnen , wie der VLÖ in Hinkunft dazu beitragen kann , dass historisch wertvolle Dokumente einerseits gesichert , jedoch auch digital verarbeitet der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können , um auf verschiedenste Weise den Übergang von der Bekenntnisgeneration zur Erlebnisgeneration nachhaltig sichern zu helfen .
Einer Besichtigung des „ Südmährerhofes ” bzw . des Museumsdorfes in Niedersulz ( Weinviertel ) folgte am Samstagnachmittag eine stimmungsvolle Gedenkfeier und Kranzniederlegung am Südmährerkreuz in Kleinschweinbarth in der Gemeinde Drasenhofen , die von Prälat und Domdekan Karl Rühringer begleitet wurde . Im Rahmen dieser Gedenkfeier erinnerte Kapeller an den kürzlich verstorbenen Obmann der SLOÖ-Bezirksgruppe Freistadt , HR Prof . Walter Vejvar , der im Jahre 1927 in Motten bei Neuhaus , Südmähren , geboren wurde .
Als einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt legte Generalsekretär Kapeller im Zuge des Symposiums die Möglichkeiten einer verbesserten Zusammenarbeit der einzelnen Verbände der deutschen altösterreichischen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa gemeinsam mit dem VLÖ fest . So sollen basierend auf der im Zuge des Symposiums gegründeten „ Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Altösterreicher in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie ” speziell im Zuge verschiedenster EU-Programme in der Periode 2014-2020 gemeinsame Ziele zum Zwecke der Wahrung des gemeinsamen kulturellen , sprachlichen und ethnischen Erbes verfolgt werden .
Ing . Norbert Kapeller Generalsekretär
Pressebericht vom Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs ( VLÖ )
- Bundesverband . Haus der Heimat - Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich - Karpatendeutsche Landsmannschaft in Österreich - Landsmannschaft der Deutsch-Untersteirer in Österreich - Bundesverband der Siebenbürger Sachsen - Verein Banaler Schwaben Österreichs - Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft ( DAG ) - Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen in Österreich - Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt - Österreichischer Heimatbund Beskidenland
Wien , am 20 . Oktober 2013
Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Altösterreicher in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie
Zusammenschluss des Verbandes der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs ( VLÖ ) und der Landesversammlungen bzw . Verbände der deutschen Minderheiten in Tschechien , Polen , der Slowakei , Ungarn , der Ukraine , Rumänien , Serbien , Kroatien und Slowenien zum Zwecke der Wahrung des gemeinsamen kulturellen , sprachlichen und ethnischen Erbes .
1 . Die teilnehmenden Verbände vereinbaren , gemeinsame Projekte zu entwerfen , die geeignet sind , das kulturelle , sprachliche und ethnische Erbe der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa zu sichern . Dazu zählen vor allem multilaterale Projekte , welche geeignet sind , im Rahmen der EU-Programme in der Periode von 2014 bis 2020 förderfähig zu sein .
2 . Gleichwertig soll gemeinsam daran gearbeitet werden , dass die Republik Österreich und die Heimatstaaten der deutschsprachi-
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