Doktor un mit seinem Sohn vum Tarf onkumme war, war ti Va -
vipass a schun tot.
Ti Leicht war im Tarf. Ti zwa Sehn, ti Schwiegertöchter mit ti
Kiner un alli Verwandti ware topei. Peim Totenschmauss hen alli
tem Valdinveder zukret, er soll toch jetzt zu onem vun seini Sehn
hinziege, er soll ten Sallasch ufkewe. Er hot jo sowieso alli zwa
Sehne auskezahlt, ti hen jo ti Felder kriekt, viel Sach is sowieso
nim mi to, nar tes Haus un ter kloni Weingarte. Awer tr Valdin -
veder hot halt weider seinen Spruch ksaat:
„Solank ich kud esse on tringe kann, solank kann ich a arweide.”
Un er is mit tr jetzt schun 18jährichi Resi uf tem Sallasch keplie-
we.
Tes war a arich kud so, wal so hot tr Valdinveder ten Verlust vun
seiner Vavi viel leichter ertrage kenne. Ti Arweit hen si halt zu
zwat kemeinsam verrichtet, lanksam hen sie sich a kud pefreindet.
Un iwerhaupt in teni langi Windermonade am Owet is viel ver-
zählt ware. Oft war a ka Petrol knunk to, to hen sie sich halt zeit-
lich schloofe lege messe. Am zwati Winder, nach tem Tod, is es
tann passiert. Wie tes Fruhjahr so onkfange hot, to sakt ti Resi an
onem Tag tem Valdinveder: „Valdinveder haricht mol her, heint
Nacht hew ich es zum erschtimal kspiert, tass ich a Kind vun eich
kriege tu.” Na, tes is far ten Valdinveder wie a Plitz kumme. Was
tun jetzt? Vun wem a Rat verlange? Er is kleich in sein Weingarte
kange un is ten kanzi Tag net zuruckkumme. Solank hot er
ketenkt, er keht zu tem Pfarrer, ter is unkefähr so alt wie er, ter
wert ihn vielleicht verstehn un ihm a kuden Rat kewe. Tann hot er
ten Ketange toch wegkwarfe, wal es is ihm einkfalle, taß er schun
seit zwa Jahr sein Kerichsteuer net auskezahlt hot. Tarum wert ihn
tr Pfarrer pestimmt net lowe. Un er hot sich a pißili kschämt, tes
alles so verzähle, was ihm passiert is. Tann is es ihm einkfalle, tass
krad am Sunntag wie er uf tem Hochamt war, tart is kepredikt
ware, taß nächschti Woch tr erschti Freitag im Monat is, tann soll
a jeder peichte un speise. Peichte kann mer schun am Tunnersch -
tag owets in tr Kerich. No hot tr Valdinveder ketenkt, tes wert viel-
leicht tes Peschti sein, ich keh peichte un in tr Tunkelheit wert
mich tr Pfarrer toch net erkenne un tann kann ich ihm alles ver-
zähle, was passiert is, un kriek a an Rat.
So war’s a. Am Tunnerschtag hot er Nommittags ti zwa Nonius
einkspannt un is ins Tarf kfahre. In seinem Kopp hot er es oft
durchketenkt was er alles sage wert, awer wie er schun in tr halp-
tungll Kerich war, is ihm alles aus tem Kopp rauskange. Fr war a
arich unkeduldich pis er an ti Raie is kumme. Tann war‘s so weit.
Im Peichtstuhl hot er sich hinkekniet un tann hot er ksaat: Herr
Pfarrer ich muss heire. – „Awer – saakt tr Pfarrer – tes is ja ka
Sind.” Tes is es jo krad – saakt tr Valdinveder – ich will mei
Dienstmagd heire.” „Tes is ja a ka Sind” – sakt tr Herr Pfarrer.
Awer to sakt tr Valdinveder: ti kriekt pald vun mir a Kind. „Na,
siekt ihr – sakt tr Herr Pfarrer – tes is schun a Sind.” To frokt tr
Pfarrer, awer wie alt seid ihr tenn? Jo, ich pin krad iwer 60. Un wie
alt is ti Dienstmagd? Na, ti is krad iwer 19 Jahr alt. Na, sakt tr
Pfarrer, wie häd ihr mit so oner jingi Magd onfange kenne. Ja, tes
waas i a nimmi hat tr Valdinveder ksaat, awer passiert is es pe -
stimmt, sunscht mecht sie jetzt ka Kind kriege.
Tann is es tem Valdinveder einkfalle, taß tr Herr Pfarrer krad
var onichi Monade a kanz jungi Kechin onkstellt hat. Un to hot tr
Valdinveder ksaat, Herr Pfarrer ihr häd ja a a kanzi jungi Kechin
var a paar Monade onkstellt. Ja, sakt tr Pfarrer, tes is w