ens. Mir ist bewusst, dass diese Zeitung für ihre Leserinnen und Leser weit mehr ist als nur ein regelmäßig erscheinendes Medium. Für die älteste Generation ist sie fast wie ein Album ihres Lebens – ihrer Familiengeschichten, ihrer Prüfungen, ihrer Standhaftigkeit und ihres mutigen Neuanfangs. Für ihre Kinder und Enkel, die sich derzeit für ihr Ungarndeutschtum einsetzen, stellt sie eine Chronik gelebter Werte dar. Für alle ist sie Ausdruck einer Gemeinschaft, die über Entfernungen und Generationen hinweg zusammengehört. Dieses Vertrauen verpflichtet. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen setze ich alles daran, ihm gerecht zu werden.
Von Beginn unserer Zusammenarbeit an war uns wichtig, die Zeitung behutsam weiterzuentwickeln. Inhaltlich nehmen wir nur feine Akzentverschiebungen vor, gestalterisch haben wir etwas deutlichere Schritte gesetzt. Rubriken wurden präzisiert und teilweise neu strukturiert. Das grafische Erscheinungsbild wurde zeitgemäß überarbeitet. Wir arbeiten mit größeren, ausdrucksstarken Fotografien und eröffnen jede Ausgabe mit einem persönlichen, thematisch abgestimmten Vorwort. Auch die junge Generation liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir eine eigene Rubrik für und über junge Menschen eingeführt, wir nutzen QR-Codes und verweisen auf Social-Media-Plattformen sowie Podcasts. So möchten wir zusätzliche Zugänge schaffen und Brücken zwischen den Generationen bauen.
SB: Thema Online: Herzstück von „ Unsere Post“ ist die Printausgabe – wollt ihr in der Zukunft die Online- Präsenz ausbauen?
KSZP: Dieses Thema wurde bereits mehrfach diskutiert, denn natürlich können und wollen wir die Frage der Online-Präsenz nicht außer Acht lassen. Dennoch ist bislang keine endgültige Entscheidung getroffen worden. Wir gehen bewusst Schritt für Schritt vor. Gerade weil wir den Traditionen unserer Zeitung einen besonders hohen Stellenwert beimessen, möchten wir mögliche Veränderungen sorgfältig prüfen und behutsam umsetzen.
SB: Wie eng ist die Verbindung zur LDU und der LdU in Ungarn?
KSZP: Sehr eng – und sie vertieft sich stetig. Die Vorsitzenden beider Organisationen messen dem partnerschaftlichen Austausch und der gemeinsamen Verantwortung einen hohen Stellenwert bei. Dieses Miteinander zeigt sich ganz konkret in zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen, Initiativen und Publikationen – wie auch in der UP.
SB: Kristina, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!
Mit Kristina Szeiberling-Pánovics sprach Hauptschriftleiter Richard Guth.
INTERESSENVERTRETUNG DER NATIONALI- TÄTEN IN NEUEN REGIERUNGSSTRUKTUREN
LdU-Presse, 10. Juli 2026
Die Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen( LdU) trat am 4. Juli zu ihrer turnusmäßigen Sitzung in der Zentrale der LdU in Budapest zusammen. Dabei fasste das höchste Entscheidungsgremium der Ungarndeutschen zahlreiche Beschlüsse zu aktuellen und zukunftsweisenden Fragen der Gemeinschaft. Die Abgeordneten verabschiedeten eine Änderung des diesjährigen Haushalts und der Geschäftsordnung, außerdem ernannten sie eine neue Geschäftsstellenleiterin. Sie genehmigten die Schülerzahlen der Bildungseinrichtungen in Trägerschaft der Landesselbstverwaltung. Sie nahmen die Tätigkeitsberichte der Geschäftsstelle, der Vorsitzenden und ihrer Stellvertreterin sowie des Parlamentssprechers entgegen. Schließlich wurde über strategische Vorlagen zur Weiterentwicklung des Institutionensystems entschieden.
Zu Beginn der Sitzung verabschiedete die Vollversammlung die zweite Änderung des Haushaltsplans der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen für das Jahr 2026. Notwendig geworden war diese Änderung vor allem aufgrund zusätzlich eingeworbener Fördermittel, der Abrechnungen mit der Ungarischen Staatskasse sowie der Aktualisierung der Haushaltsansätze der einzelnen Einrichtungen. Von den zusätzlichen Mitteln profitieren unter anderem das Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen, das Friedrich-Schiller-Gymnasium und Schülerwohnheim in Werischwar, das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek, die Deutsche Bühne Ungarn sowie das Deutsche Nationalitätengymnasium in Budapest.
Die Delegierten beschlossen außerdem Änderungen der
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Geschäftsordnung der Landesselbstverwaltung. Anlass hierfür waren in erster Linie personelle Veränderungen: Nach seinem Amtsantritt als Parlamentssprecher der Ungarndeutschen legte Gregor Gallai sein Mandat in der Vollversammlung nieder; seine Nachfolge trat Erika Rierpl an.
Eine weitreichende Entscheidung traf das Gremium auch im Bereich der Bildungsförderung. Es verabschiedete die vollständig überarbeitete Ordnung des Stipendienprogramms für angehende Nationalitätenpädagogen- die zum 1. September in Kraft tritt. Das neue Regelwerk sorgt für mehr Transparenz. Es präzisiert Rechte und Pflichten der Stipendiaten sowie die Studien- und Beschäftigungsbedingungen. Es schafft einen einheitlichen Rahmen für die Durchführung des Programms sowie für die Zusammenarbeit mit den anderen Landesselbstverwaltungen.
Auch in einer Personalfrage fiel eine wichtige Entscheidung: Zur neuen Leiterin der Geschäftsstelle der LdU wurde die bisherige stellvertretende Leiterin Dr. Agnes Sudár ernannt. Nach der fachlichen Bewertung überzeugte ihr Konzept durch einen umfassenderen und moderneren Entwicklungsansatz. Dieser stellt insbesondere die Bereiche rechtssichere Verwaltung, Digitalisierung, Qualitätsmanagement sowie Personalentwicklung und die langfristige finanzielle Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt.
Die Vollversammlung genehmigte darüber hinaus die Schülerzahlen der drei LdU-Bildungseinrichtungen für das Schuljahr 2026 / 2027. Damit sind die organisatorischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Schulbetrieb am Friedrich-Schiller-Gymnasium, am Deutschen