liche sprachliche Gruppe bildeten.
Dialektologisch gehört Sagetal zum westmitteldeutschen- genauer zum mittelfränkischen Bereich. Gleichzeitig weist die Mundart zahlreiche Merkmale auf, die auf moselfränkische und weitere westmitteldeutsche Einflüsse hinweisen. Gerade diese Kombination macht ihre sprachwissenschaftliche Bedeutung aus. Márvány bezeichnete sie deshalb als die einzige mittelfränkische Mundart im nördlichen Abschnitt seines Untersuchungsgebietes.
Die Forschungsgeschichte zeigt außerdem, dass die Mundart wichtige Hinweise auf die Herkunft der Siedler liefern kann. Die Frage nach dem ursprünglichen Herkunftsgebiet lässt sich jedoch nicht mit einer einzigen Ortsangabe beantworten. Vielmehr sprechen die sprachlichen Befunde für eine komplexere Siedlungsgeschichte mit unterschiedlichen westdeutschen Herkunftskomponenten.
Adam Schlitts Untersuchung von 1938 bleibt dabei die zentrale historische Grundlage. Ihre Bedeutung liegt nicht nur in der detaillierten Beschreibung der Mundart, sondern auch in der Verbindung von Sprachwissenschaft, Siedlungsgeschichte und Volkskunde.
Besonders günstig für die heutige Forschung ist schließlich die Tatsache, dass die historische Dokumentation durch moderne Tonaufnahmen und ein digitales Sagetaler Wörterbuch ergänzt wird. Das macht Sagetal zu einem seltenen Beispiel einer ungarndeutschen Siedlungsmundart. Für sie stehen sowohl eine frühe wissenschaftliche Beschreibung als auch modernes audiovisuelles Material zur Verfügung.
Umgebung entstanden sind.
Somit endet die Sprachreise in die Sagetaler Mundart. Nur wenige wissen, dass Sagetal einen Dichter namens Josef Kanter hatte. In meinem nächsten Beitrag befasse ich mich mit seinem Leben und seinen Gedichten.
Ausgewählte wissenschaftliche Literatur und Quellen
Schlitt, Adam( 1938): Die Mundart von Szakadát. Eine sprachliche Untersuchung im Hinblick auf die urheimatlichen Auswanderungsgebiete mit einem Anhang aus den volkskundlichen Teilen der Pfarrchronik von Szakadát, Debrecen. Die Arbeit ist im Sagetaler Online-Archiv auszugsweise zugänglich.
Márvány, J.( 1970): „ Zur Gliederung der deutschen Mundarten im südöstlichen Transdanubien.“ Acta Linguistica Academiae Scientiarum Hungaricae 20. Die Untersuchung ordnet Sagetal ausdrücklich dem Mittelfränkischen zu.
Deutscher Sprachatlas in Ungarn( 1942): A német nyelvatlasz Magyarországon. Német nyelvészeti dolgozatok 8. Das Digitalisat enthält eine umfangreiche Bibliografie zur ungarndeutschen Dialektforschung und verweist ausdrücklich auf Schlitts Arbeit.
Sagetaler Mundartarchiv: Vermächtnis der Ungarndeutschen in Sagetal. Digitales Archiv mit Audio-Wörterbuch, Tonaufnahmen, Texten und historischen Dokumenten
Ament-Kovács, Bence( 2025): Ur adalom és plébánia. Neuere historische Untersuchung zur Siedlungs- und Kirchengeschichte des südlichen Transdanubien.
Die Sagetaler Mundart ist somit nicht nur ein regionales sprachliches Relikt, sondern ein bedeutendes Zeugnis der deutschen Siedlungsgeschichte in Ungarn. Wesentlich sind die sprachlichen Prozesse, die bei der Begegnung verschiedener deutscher Herkunftsdialekte in einer neuen
LEBERKAS STOTT FLEISCHKÄSE: SIDHOU- DEITSCHS PWUISSTSAN IM AFKUMMA
Von / Va Stefan Pleyer
Pa ins in Ingan pricht moun a Loanz nia fia dei Reid, dein Dialekt oda deis Houdeitsch. De oan suichn noch’ m Erfolgsrezept, wia ma insre uirspringlichi Sprouch va insan Vaarfoahrn rettn kenna, wäand de andern ganz turborealistisch deinkn un si in a Iglstellung gegn d’ Housprouch einigriabn. Grad drum how i in mein friaharn Artikel die Ohrn vam ingarndeitschn Publikum af di sougenannti Zwischnsprouch afmerksam mocha woin – af di Zwischnstation zwischn di zwoa groußn sprouchlichen Uifa, de no draf woart, deiss ma’ s amul entdeckt.
Au in dein deitschn Loand keinnt d’ Sprouchgschicht di Vielfoit va dein damaligen vü verschiednen deitschn Hochsprochn. Seit da Entstehing vam Holign Reimischn Raich Deitscha Nation im 10. Joahrhuindeat san im Lauf da Johrhunderte im deitschn Sprochraum di verschiedensten Regionalsprochn entstandn: im Nordn s’ Niedadeitsche, entlang vom mitteldeitschn Giartl de fränkischoustmitteldeitsch gpräigti Sächsische Kanzleisproch und im Sidn, an da Donau, s’ Oberdeitsche. Schweida howa di „ deitschn Sprouchroumi“ in da Neuzeit oisamt loangsam a einheitlichere sprouchliche Hülln o’ gnumma: im Nordn im Zuig da preißischn Oaniging un im Sidn duia a zuinehmandi Oanpassing an Noardn, wia si s’ Habsburgerraich inta Maria Theresia am Meißner Kanzleideitsch orientiert hot.
Pa insa heitign Sprouch feillt uns scho goa nimma auf, deiss ma Ausdrück un norddeitsche sprouchliche Entlehningn veaweindn, di in de Oahrn van insan Ururgroußeltean in Ingarn sicherli recht freimt kluinga hättn. Deis is au iwahaaps nix Problematisches: D’ Sprouch is a leiwendiga
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