Die einzelnen Folgen des Projekts „ Rund um das Jahr, rund um das Land“ sind auf Youtube abrufbar:
https:// www. youtube. com / watch? v = ElMESw46qWE & t = 88s
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_________________________________ Im Gespräch mit Károly Radóczy, dem Jugendreferenten der LdU, über das Projekt „ Rund um das Jahr, rund um das Land“
SB: Das Projekt entstand auf einer Jugendkonferenz im Jahr 2024- welche konkreten Ziele rund um den Erfahrungsaustausch habt ihr im Vorfeld formuliert?
KR: Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, in Kleingruppen solche neuen Projektideen zu sammeln, die mithilfe der ungarndeutschen Kultur die Menschen ansprechen können. Unsere Volksgruppe ist sehr vielfältig und verfügt über zahlreiche Bräuche rund um das Jahr. Viele davon sind im Land weit verbreitet und daher können sie miteinander verglichen werden. Aber es gibt auch ganz einzigartige Bräuche, die man eben deswegen kennen lernen sollte. Die Grundidee war also, dass man anhand typischer Bräuche ein Bild über die Ungarndeutschen in verschiedenen Regionen Ungarns bekommt. Durch das Erfahren dieser Vielfalt kann vielleicht auch eine Motivation bei den Zuschauern entstehen, dass auch sie selbst mitmachen oder einige Bräuche sogar nachforschen und lokal wieder mit Leben füllen.
SB: Wer traf die Themenwahl? Welchen Einfluss hatten die 24 Gruppen auf die Themenwahl rund um das Brauchtum?
KR: Wir haben zusammen mit dem Jugendausschuss und dem Kulturausschuss der LdU die Bräuche und dazu die möglichen Teilnehmer zusammengetragen. Dabei haben wir darauf geachtet, dass diese möglichst im Land und Kalenderjahr zerstreut sind. Jede Region soll entweder
als Gastgeber oder Gast vertreten sein. Dann haben wir Kontakt mit den Gruppen aufgenommen und ihnen die Pläne vorgestellt. Wenn es ihnen passte, dann haben sie zugesagt, wenn doch nicht, dann haben wir andere Teilnehmer gesucht.
SB: In der Beschreibung heißt es, dass dieses Projekt anstelle des Überregionalen Erfahrungsaustausches stattfinden soll, gewissermaßen als Ausnahme gedacht- wie waren die Erfahrungen bezüglich des ursprünglichen Projekts? Hat 2026 eine besondere Bedeutung, weil ja das neue Projekt dieses Jahr stattfindet?
KR: Wenn es eine neue Idee gibt, dann denke ich immer nach, wie man sie konkret umsetzen könnte. Hier geht es nicht nur um eine einfache Videodokumentation, sondern auch um die Kontaktaufnahme und den Erfahrungsaustausch zwischen jeweils zwei Gruppen. Die Gastgebergruppen hatten vor, unabhängig von diesem Projekt, den Brauch zu beleben wie in den vorigen Jahren. Also dieser Teil war schon sozusagen gegeben. Was neu hinzukam, war eine Gastgruppe, die hinreisen, verpflegt werden und manchmal auch übernachten musste. Dazu braucht man aber im Falle von 12 Erfahrungsaustauschmaßnahmen mit ca. 210 reisenden Personen viel Geld.
Meine Idee war damals, dass wir dafür am einfachsten eine Unterstützung vom BMI( Bundesinnenministerium, Red.) bekommen können, wenn wir ein Projekt unter den regelmäßig unterstützten Projekten durch das neue Projekt ersetzen. Die zwei Projekte sind ja in vielerlei Hinsicht ähnlich, aber jetzt kamen solche gemeinnützigen Teile dazu, durch die sich nicht nur die teilnehmenden Gruppen bereichern können, sondern auch diejenigen, die die Videos und die Dokumentationen online verfolgen. So konnte die Frage der Finanzierung am einfachsten gelöst werden. Das Jahr spielte keine Bedeutung: Ende 2024 entstand die Idee und sie wurde dann gleich ab April 2025 in die Planungen des Jahres 2026 aufgenommen.
Die Projektleitung musste aber- aus organisatorischen Gründen und da es ein Pilotprojekt ist- in einer Hand bleiben. Damit es wirklich gelingt, wurde den Eigeninitiativen diesmal kein Raum gegeben. Wir haben es deswegen so kommuniziert, dass das diesjährige Projekt eine Ausnahme darstellt, weil wir in den kommenden Jahren das ursprüngliche Projekt „ Überregionaler Erfahrungsaustausch“ gerne weiterführen möchten. Es ist