Sonntagsblatt 2/2025 | Page 34

wiederholter, traditionsstiftender Form zu verwirklichen. Dabei präsent waren auch Mitglieder des Verbandes der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich( VLÖ)- wie der Präsident des Verbandes, Ing. Norbert Kapeller, der sich uns anschloss, um seine Ehrenbekundung abzulegen. Steinackers Lebensweg wurde in der Rede von Vorstandsmitglied Stefan Pleyer mit den Herausforderungen und der Mission der heutigen Generationen verknüpft. Er ging auch auf die Ergebnisse des nach Edmund Steinacker benannten Stipendiums ein, das von der Jakob Bleyer Gemeinschaft in den letzten Monaten unter Mitwirkung von mehreren engagierten ungarndeutschen Studenten vergeben wurde.
Nach der Gedenkfeier lud Präsident Kapeller unsere Mitglieder zu einem freundschaftlichen Mittagessen ein, um über die aktuellen Aktivitäten der JBG und ihre zukünftigen Pläne mehr zu erfahren. Zudem erhielten unsere jungen Mitstreiter die Gelegenheit, sich vor der traditionsreichen Organisation des VLÖ vorzustellen. Präsident Kapeller betonte: Die Unterstützung der altösterreichischen ostmitteleuropäischen Minderheiten seitens der VLÖ und der Bundesrepublik Österreich müsse ausgebaut werden. In diesem Bereich besitze unser österreichisches Mutterland großes Entwicklungspotenzial, wie zum Beispiel im Bereich der deutschsprachigen Bildung in Ungarn, des Unterstützungssystems oder der wissenschaftlichen Zusammenarbeit. Im Laufe des Treffens wurde ein Konsens darüber erzielt, dass in den auslandsdeutschen Gemeinschaften unserer Region die altösterreichische Identität wiederhergestellt werden soll.
Von Klosterneuburg aus nahm unsere Delegation die Richtung nach Wien, um Prof. Dr. Hans Dama kennen zu lernen, unseren anerkannten und berühmten Germanisten,
Schriftsteller und Dichter aus unserer mitteleuropäischen donauschwäbischen Szene. Dem in Wien lebenden banaterschwäbischen Kulturschaffenden wurden unsere jungen Bleyerianer von JBG-Vorstandsmitglied Prof. em. Dr. Nelu Bradean-Ebinger vorgestellt, der uns mit einem selbstverfassten Gedichtband und neben Deutsch auch mit einigen ungarischen Sätzen beschenkte. Bei der herzlichen heimischen Begrüßung gewährte Dr. Dama auch Einblicke in sein aktuelles literarisches Schaffen.
Unseren Besuch beendeten wir im Wiener Hauptsitz der Österreichischen Landsmannschaft, wo uns unser alter Freund Herr Christoph Bathelt empfing- Funktionär und ÖLM-Verantwortlicher für das Ungarndeutschtum. Nachdem sich Herr Bathelt über die laufenden Angelegenheiten der Ungarndeutschen sowie über die Aufgaben und Pläne unseres Vereins für dieses Jahr informiert hatte, waren wir uns einig, dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen unseren Organisationen weiterhin fortsetzen werden.
Von der Fuhrmannsgasse aus begannen wir bereits unsere Heimreise in Richtung Ungarn und nahmen Abschied auch von unseren altungarndeutschen heidebauer’ schen Ahnendörfern im Burgenland, als wir die Grenze passierten. Zum Glück konnten wir den 21. März als einen erfolgreichen Tag verbuchen, an dem die Zusammenarbeit zwischen der JBG, der ungarndeutschen Nationalitätengemeinschaft in Ungarn und den( alt-) österreichischen Partnerorganisationen neuen Schwung erhielt. Über die Ergebnisse werden auch unsere geschätzten Leser bald erfahren können. Wir danken für die organisatorische Arbeit unserem Vorstandsmitglied Herrn Prof. Dr. Nelu Bradean-Ebinger sowie Herrn Patrik Schwarcz-Kiefer für den inhaltlichen und logistischen Beitrag zur Reise.
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