ben. Als das „ Gallaß-Projekt“ begann, bei dem ich auch mit meinen eigenen Händen an der Renovierung arbeite bzw. das Ganze technisch leite, kam mir die Idee, den Prozess in bewegten Bildern zu präsentieren. Im Videoblog „ Élet. Érzés. Kalaznó“ gibt es bereits die neunzigste Folge auf You- Tube. Man kann die Rettung eines ehemaligen schwäbischen Hauses – oder genauer gesagt, zwei – von Beginn an verfolgen wie auch unsere anderen Abenteuer in Gallaß.
SB: Seit September 2024 läuft „ Élet. Érzés. Kalaznó“ auf Spektrum Home weiter. Du hast in den Kommentaren erwähnt, dass du in vier Jahren keinen Heller / Cent mit YouTube-Videos verdient hast. Ich möchte nicht in deiner Tasche herumwühlen, aber ich frage mich trotzdem: Sind die Gebäudesanierung und die Produktion digitaler Inhalte heutzutage so teuer oder verfolgst du mit dieser professionellen Zusammenarbeit ein anderes Ziel?
NP: Gebäudesanierung ist heutzutage ein sehr teures Geschäft. Sowohl für die Baustoffe als auch für die Arbeitskosten muss man Mondpreise bezahlen. Glücklicherweise kann ich vieles selbst machen und dieses Genre- die Renovierung alter Häuser mit traditionellen Materialien und traditionellen Technologien- ist viel günstiger als das Bauen mit modernen Baumaterialien. Ich habe zwei Ziele mit der Content-Produktion. Das eine ist eine Art Mission: zu zeigen, dass es mit diesen traditionellen Technologien- mit 100 Jahre alten Ziegeln, Fliesen und Balken aus lokalen oder nahegelegenen schwäbischen Häusern, die oft eingestürzt sind und abgerissen wurden- möglich ist,
moderne, komfortable Häuser für die Bedürfnisse des 21. Jahrhunderts zu bauen und zu renovieren – um Größenordnungen günstiger als das, was uns die heutige Bauindustrie aufzwingen will.
Das andere Ziel besteht darin, ein wenig Werbung für das Dorf und die Region Tolnauer Talboden-Bergrücken zu machen, die ein wunderschöner zu Unrecht unbekannter Winkel des Landes ist. Wir werden unser größeres Bauernhaus in ein Gästehaus umbauen und dort zeigen, wie ein traditionelles schwäbisches Bauernhaus unter den heutigen Bedingungen funktionieren kann. Die Produktion digitaler Inhalte ist nicht finanziell belastend, eher zeitaufwändig. Ich habe zwar alle technischen Hilfsmittel dafür, schaffe es aber alleine nicht und mir fehlt im Moment die Hilfe eines Kameramanns, weshalb man in letzter Zeit viel weniger Videos auf unserem Kanal sehen kann. Ich arbeite an einer Lösung der Situation, habe aber bisher keinen Kollegen gefunden, der sich langfristig an der Fortführung des Videoprojekts beteiligen könnte.
SB: Zusätzlich zur Renovierung des Bauernhauses und dem Wiederaufbau des Maisschuppens hast du vor anderthalb Jahren mit der Renovierung( oder vielmehr dem Wiederaufbau) von „ Emma Bas‘ Haus“ begonnen, das vielleicht dein Freund Márk kaufen wird: Wer ist( war) Emma Bas und wird das 10-Millionen-Forint- Budget reichen?
NP: Emma Bas( Emma néni) war eine einheimische Frau, die nicht mehr lebte, als ich nach Gallaß kam. Ihr Haus
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