Gesundheitsbote Leseprobe | Page 4

Sieglindes

Tipps aus der Volksheilkunde

Der Bewegungsapparat im Winter

2

Wenn die Kälte ins Land zieht, spürt man sie oft zuerst in den Knochen. Unser Bewegungs- und Stützapparat hat in der dunklen Jahreszeit einiges auszuhalten: klamme Gelenke, verspannte Muskeln, steife Sehnen. All jene Beschwerden, wo es reißt oder zieht, fasst man unter dem Namen Rheuma zusammen.

Wer friert, dessen Muskeln verspannen sich, die Durchblutung stockt, und aus Bewegungsmangel geraten die Gelenke aus dem Rhythmus. Doch gerade Bewegung ist ihre beste Medizin. Gelenke wollen geschmiert, Sehnen gedehnt, Muskeln durchwärmt sein.
Nicht selten steckt hinter wiederkehrenden Entzündungen auch ein geschwächtes Immunsystem. Bakterien oder Viren können dann leichtes Spiel haben. Auch Übergewicht belastet die Gelenke, und Stoffwechselstörungen – etwa bei Diabetes – führen zu einer schlechten Nährstoffversorgung der Knorpel. So entzündet sich, was nicht mehr ausreichend versorgt wird – und mit der Entzündung beginnt der stille Abbau.
Doch die Volksheilkunde kennt viele Wege, den Körper zu stärken und die Lebenswärme zurückzuholen. Alte Hausmittel, wärmende Wickel, durchblutungsfördernde Kräuter und sanfte Bewegung – sie alle können helfen, die Geschmeidigkeit der Glieder zu bewahren und den Winter mit Leichtigkeit zu überstehen.
FNL | GESUNDHEITSBOTE | Heft 6 / 2025