FOTOPROFI Magazin 11.07.2026 | Page 19

Foto: Bruno Soares

FARBE 19

DIE FARBEN DES TAGES – TEIL II

Meide das harte Licht am Mittag und nutze den späten Vormittag zum Fotografieren.

Wie wahrscheinlich viele wissen, kann die hochstehende Sonne am Mittag knifflig sein und zu starken Kontrasten mit tiefschwarzen Schatten und leicht verwaschenen Highlights führen – und wird in der Regel von Landschafts- oder Porträtfotograf: innen gemieden.

Neben den extremen Helligkeitsunterschieden kann aber vor allem auch die Farbe schwer zu kontrollieren sein, wenn die Sonne im Zenit steht. Im Gegensatz zur extremen Wärme eines Sonnenauf- oder Sonnenuntergangs, nehmen die Schatten zu dieser Tageszeit oft einen unschönen Blaustich an, der sehr heimtückisch sein kann und bei der Bearbeitung oft übersehen wird. Wird er nicht korrigiert, kann er im gedruckten Bild sehr auffällig sein und die Wirkung mindern.

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Foto: Bruno Soares

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Kurzer Lichtmoment: Am späten Vormittag kann eine attraktive Mischung aus gerichtetem Licht und einer breiten Farbpalette entstehen.

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Polfilter: Geht die Sonne auf, wird polarisiertes Licht stärker. Verwende einen Filter, um mehr Kontrast für den Himmel zu erhalten.

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Schatten: Am späten Vormittag erscheinen die Schatten noch schwächer als am Mittag, weisen jedoch tolle Grünund Blautöne auf.

Besonders auffällig wird dieser Effekt bei winterlichen Motiven, die Schnee zeigen. Jede: r Betrachter: in weiß, wie leuchtend hell und weiß Schnee aussieht und ein unnatürlicher Blaustich ist somit sehr schnell erkennbar. Natürlich kann man diesen dramatisch „ kalten“ Stil gezielt nutzen, meist wird „ blauer“ Schnee jedoch zur Ablenkung und stört die eigentliche Geschichte, die die Person hinter der Kamera mit ihrer Aufnahme erzählen möchte.