FOTOPROFI Magazin 11.07.2026 | Page 18

Foto: Bruno Soares
Foto: Daniel Kordan

FARBE 18

Foto: Bruno Soares

DIE FARBEN DES TAGES – TEIL I

Arbeite mit intensivem, warmem Licht, wenn die Sonne tief am Himmel steht.

� Warmes Licht: Dieses Bild zeigt eine klare „ Niedrigtemperatur-Farbgebung“: Die Wirkung des goldenen Lichts wird beibehalten, gleichzeitig werden aber auch sanfte Blau- und Magentatöne( zum Ausgleich) abgebildet.

Was die Farbfotografie so faszinierend macht, ist unter anderem die Tatsache, dass sich die verfügbaren Farbtöne im Laufe des Tages verändern – von den tiefen Blautönen der frühen Morgendämmerung über das starke, von oben kommende Licht der Mittagszeit bis hin zu den feurigen Rot- und Orangetönen eines Sonnenuntergangs. Bleibst du über den Tag hinweg an einem einzigen Ort, um

diesen zu fotografieren, kannst du selbst mit – oder gerade wegen – einer sich nicht verändernden Komposition zu verschiedenen Zeitpunkten eine spannende Bildreihe einfangen.

Um die Fülle an Farben über einen Tag hinweg richtig festzuhalten, hilft es zu verstehen, was mit dem Licht passiert, wenn die Sonne ihre Position ändert, und wie dies die Art und Weise beeinflusst, wie deine Kamera die Szenerie wahrnimmt und abbildet.

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Foto: Daniel Kordan

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Analoge Farben: Alle Farben liegen auf dem Farbkreis nahe beieinander und vermitteln ein ruhiges, kalt-morgendliches Gefühl.

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Harmonische Beziehungen: Durch den geringen Farbkontrast springt keine der Farben im Bild hervor und schafft eine ruhige Atmosphäre.

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Weiche Verläufe: Die Farben im Bild gehen fließend ineinander über und kollidieren nicht, was die sowieso schon ruhige Wirkung unterstützt.

Bei Sonnenaufgang, wenn eine Szene mit goldenem Licht überflutet wird, kann es manchmal so wirken, als wären nur niedrige( warme) Farbtemperaturwerte vorhanden. Richtest du den Weißabgleich auf diese Farben aus, kann es jedoch passieren, dass die Schattenbereiche und womöglich der Himmel zu kalt erscheinen. Zu diesen Zeiten ist der Farbverlauf steil und es ist wichtig, die warmen und kalten Töne richtig auszugleichen.

Zudem solltest du darauf achten, wie sich unterschiedliche Beleuchtungen auf die Farbigkeit deiner Motive auswirken. Fotografierst du zum Beispiel farbenfrohe Blumen, kann warmes Licht einige Farben „ wegdrängen“, was zu Überschneidungen einzelner Kanäle, „ Ausbluten“ von Farben und einem Verlust der Details führen kann.