Festschrift Jubiläum 25 Jahre | Page 24

Mein Umzug in den Schwarzwald nette (wenn man Deutsch hat geht man in den Deutschraum, bei Mathe in den Matheraum . . . ) und durch den neuen Schulrhythmus haben wir erst um 8.30 Uhr Schule. Eigentlich ist hier fast alles anders; wir haben keine Epochenhefte, man muss eine 12-Klassarbeit schreiben, nicht jeder macht in der 12. einen Abschluss, sondern nur die, die nicht in die 13. Klasse gehen und man hat immer zwei Epochen gleichzeitig (eine 10 h/ Woche HU-Epoche und eine 6 h/Woche Werk-Epoche wie Malen, Plastizieren, Buchbinden, Kunstbetrachtung . . . ) Ansonsten gibt es dann natürlich noch so wirklich bedeutsame Unterschiede wie z.B., dass die Eurythmieschuhe hier schwarz sind und nicht weiß, die einem aber sofort auffallen, wenn man das andere gewöhnt ist. Alles in Allem gefällt es mir hier ziemlich gut, denn es kann sehr große Vorteile haben, in der Stadt zur Schule zu gehen, wie z.B. dass ich in der Mittagspause Eis essen, shoppen, in die Bücherei, gegebenenfalls auf den Weihnachtsmarkt gehen, oder auch „schnell mal“ im IKEA vorbeischauen kann. Andererseits vermisse ich die Natur und die Ruhe von Engstingen sehr, denn es kann auch ganz schön nervig sein, wenn schon morgens auf dem Schulweg gefühlte 100 Leute um einen herumwuseln. Letzten Sommer war es so weit, ich zog mit meiner Familie in den Schwarzwald - obwohl mir der Abschied von meinen Freunden alles andere als leicht fiel. Nun wohne ich in Sägendobel, einem Ortsteil von St.Peter (ca. 20 km vor Freiburg), der aus einer (einspurigen) Straße, einem Sägewerk, und ein paar Häusern besteht. Dafür ist es hier aber wunderschön. Der einzig wirklich GROSSE Nachteil ist, dass es hier kein Handynetz gibt. Naja, wozu gibt es Festnetztelefone =) Meine neue Schule ist in Freiburg und um dorthin zu kommen, fahre ich Zug, Bus und Straßenbahn. In den ersten Tagen wollte ich (wenn die Bahn schon an der Haltestelle stand) sofort losrennen, doch dann bekam ich immer nur zu hören, dass ich mir nicht so einen Stress zu machen brache, denn die nächste Bahn käme ja schon zwei Minuten später. Insgesamt musste ich mich erst mal an die Großstadt gewöhnen, denn der Hauptbahnhof mit sieben Gleisen, einem Busbahnhof und einer Straßenbahnhaltestelle, lässt sich nur sehr schwer mit der Busschleife in Engstingen vergleichen. Allein den Weg zur Schule zu finden, fiel mir am Anfang schwer, denn Orientierung war noch nie meine Stärke. An meinem ersten Schultag fuhr ich gleich mit meiner neuen Klasse ins Feldmesspraktikum. Obwohl ich am liebsten einen „normalen“ ersten Schultag gehabt hätte, war das eine gute Gelegenheit, um alle kennenzulernen. Danach hatten wir drei Wochen Handwerkspraktikum. Nach den Sommerferien ging es dann „so richtig“ los; hier hat man keine Klassenzimmer sondern Fachkabi- Also dann liebe Grüße aus Freiburg, Eure Lynn ZeitDruck | mein umzug 24