Mein Umzug in den Schwarzwald
nette (wenn man Deutsch hat geht man in den Deutschraum, bei Mathe in den Matheraum . . . ) und durch
den neuen Schulrhythmus haben wir erst um 8.30 Uhr
Schule. Eigentlich ist hier fast alles anders; wir haben
keine Epochenhefte, man muss eine 12-Klassarbeit
schreiben, nicht jeder macht in der 12. einen Abschluss,
sondern nur die, die nicht in die 13. Klasse gehen und
man hat immer zwei Epochen gleichzeitig (eine 10 h/
Woche HU-Epoche und eine 6 h/Woche Werk-Epoche
wie Malen, Plastizieren, Buchbinden, Kunstbetrachtung . . . )
Ansonsten gibt es dann natürlich noch so wirklich
bedeutsame Unterschiede wie z.B., dass die Eurythmieschuhe hier schwarz sind und nicht weiß, die einem
aber sofort auffallen, wenn man das andere gewöhnt ist.
Alles in Allem gefällt es mir hier ziemlich gut, denn es
kann sehr große Vorteile haben, in der Stadt zur Schule
zu gehen, wie z.B. dass ich in der Mittagspause Eis essen, shoppen, in die Bücherei, gegebenenfalls auf den
Weihnachtsmarkt gehen, oder auch „schnell mal“ im
IKEA vorbeischauen kann.
Andererseits vermisse ich die Natur und die Ruhe von
Engstingen sehr, denn es kann auch ganz schön nervig
sein, wenn schon morgens auf dem Schulweg gefühlte
100 Leute um einen herumwuseln.
Letzten Sommer war es so weit, ich zog mit meiner Familie in den Schwarzwald - obwohl mir der Abschied
von meinen Freunden alles andere als leicht fiel. Nun
wohne ich in Sägendobel, einem Ortsteil von St.Peter
(ca. 20 km vor Freiburg), der aus einer (einspurigen)
Straße, einem Sägewerk, und ein paar Häusern besteht.
Dafür ist es hier aber wunderschön. Der einzig wirklich
GROSSE Nachteil ist, dass es hier kein Handynetz gibt.
Naja, wozu gibt es Festnetztelefone =)
Meine neue Schule ist in Freiburg und um dorthin zu
kommen, fahre ich Zug, Bus und Straßenbahn. In den
ersten Tagen wollte ich (wenn die Bahn schon an der
Haltestelle stand) sofort losrennen, doch dann bekam
ich immer nur zu hören, dass ich mir nicht so einen
Stress zu machen brache, denn die nächste Bahn käme
ja schon zwei Minuten später. Insgesamt musste ich
mich erst mal an die Großstadt gewöhnen, denn der
Hauptbahnhof mit sieben Gleisen, einem Busbahnhof
und einer Straßenbahnhaltestelle, lässt sich nur sehr
schwer mit der Busschleife in Engstingen vergleichen.
Allein den Weg zur Schule zu finden, fiel mir am Anfang
schwer, denn Orientierung war noch nie meine Stärke.
An meinem ersten Schultag fuhr ich gleich mit meiner
neuen Klasse ins Feldmesspraktikum. Obwohl ich am
liebsten einen „normalen“ ersten Schultag gehabt hätte,
war das eine gute Gelegenheit, um alle kennenzulernen.
Danach hatten wir drei Wochen Handwerkspraktikum.
Nach den Sommerferien ging es dann „so richtig“ los;
hier hat man keine Klassenzimmer sondern Fachkabi-
Also dann liebe Grüße aus Freiburg,
Eure Lynn
ZeitDruck | mein umzug
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