FahrRad 1/2014 | Page 46

Fahrradtechnik Pro Sitzblockade Fahrradsättel – Tortur oder Fahrgenuss? K aum ein Radler oder eine Radlerin ist ohne schmerzhafte Erfahrungen mit unpassendem Sattel ausgekommen. Mit breiten Reifen und gemäßigtem Luft­ druck erreiche ich preiswert und effektiv einen guten Komfort­ und auch Sicher­ heitszuwachs bei geringer Wartung. Wem das nicht genügt, kann zu einem gefeder­ ten Sattel oder einer gefederten Sattelstüt­ ze greifen, meist teleskop­ oder auch par­ allelogrammgeführt. Hier spielt die Qualität und vor allem die Anpassung an das Fah­ rergewicht eine maßgebliche Rolle. Der Fahrradsattel trägt die „Hauptlast“ zum Wohl des Radlers. Bis zu 60% des Körpergewichtes ruht auf ihm, deshalb ist es so wichtig, die richtige Wahl zu treffen. Der „Brötchenholer“ ist davon noch nicht betroffen, aber jenseits der 15 Kilometer meldet sich das Gesäß mit ersten Be­ schwerden. Fahrrad und Sattel bilden eine Einheit, das heißt für Aufrechtfahrer (City­ und Hollandrad) bieten sich die breiteren, mitunter gefederten Sättel an. Je sportli­ cher und damit geneigter die Fahrerhal­ tung ist, umso schmaler wird der Sattel mit mehr Gewichtsverteilung auf Arme und Hände. Damit ist das erste Kriterium ge­ 46 FahrRad Frühling 2014 setzt. Jeder hat den Wunsch komfortabel zu reisen und neigt dazu, sich für einen weichen, vermeintlich bequemen Sattel zu en