Radreise
Donnerstag, 7. August 2013.
Morgens um fünf Uhr holt mich das
Taxi ab, das mich durch die Dunkel
heit Rostows zum zehn Kilometer
entfernten Flughafen bringt; er
kommt mir schon nach zwei Tagen
des Aufenthalts in dieser Gegend
sehr vertraut vor. Ich habe die Stadt
und diesen Teil Russlands gesehen
und bin mit ihm doch schon irgend
wie vertraut geworden. Als ich nach
etwa sieben Stunden in Düsseldorf
lande, fühle ich mich allerdings wie
ein Prüfling, der gerade die Prüfung
erfolgreich absolviert hat – leicht
Rostow am Don
euphorisch.
knapp eine Stunde im „Frühstücksraum“,
Alles in allem ein tolles, wenngleich
das wie ein hochherrschaftlicher Festsaal
kurzes und teures Abenteuer – leider
aussieht und habe die Vorräte doch „et ohne auch nur einen Kilometer Fahrrad
was“ reduziert. Anschließend rufe ich den
gefahren zu sein – übrigens: Fahrradwe
Herrn Rebrow an, der als Ansprechper ge gibt es dort nicht. Vielleicht fliege ich in
son für die Partnerstadt Dortmund fun den Sommerferien 2014 direkt nach Wol
giert und gut Deutsch spricht. „Holen Sie
gograd und leihe mir dort ein Fahrrad.
mich hier raus. Ich habe die Fahrradtour
Michael Semmler
begraben“, flehe ich ihn an. Nachdem er
mir geholfen hat, einen Rückflug zu bu
chen, der immerhin 100 Euro teurer als
der Hinflug war, schaue ich mir die Stadt
„Rostow am Don“ an. Das Besondere hier
ist, dass alle Straßen rechtwinklig ange
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legt sind – ansonsten ist es eine osteuro
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päische Stadt mit den bekannten extre
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dendem Luxus und futuristischen
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Gebäuden und verfallenen Bruchbuden,
in denen man in Deutschland keinen
mehr wohnen lassen würde. Glücklicher
weise kommt es doch zu dem einen und
anderen Kontakt zur Bevölkerung: so
treffe ich die Frau, die mir das Finden des
Hotels „Europa“ ermöglichte, wieder und
wir gehen einen Kaffee trinken.
FahrRad Frühling 2014
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