FahrRad 1/2014 | Page 25

Niederlande Rücksicht genommen. Dazu kommen in­ teressante Ziele entlang der Grenze oder weiter im Landesinneren. Es gibt kaum Sprachprobleme. Probieren Sie es doch auch einmal aus, ob auf einer Tagestour oder auf einer mehrtägigen Tour mit Übernachtungen. Fahrradwege In den Niederlanden gibt es fast an je­ der Straße Fahrradwege, teilweise selbst längs der Autobahnen. Radwege sind auf dem platten Land entlang der Hauptstra­ ßen (N­Nummern) häufig breite Zufahrts­ wege für die Anwohner und die Landwirt­ schaft. Daneben gibt es breite geteerte Radwege längs der Straße, manchmal mit Gegenverkehr. Auf kleineren Straßen finden sich oft markierte Seitenstreifen, teilweise rot eingefärbt. In den Städten gibt es ein ausgebautes Fahrradwege­ netz, die Wege sind nicht selten kreu­ zungsfrei, aber mit Gegenverkehr. Mög­ lich ist auch Pättkesfahren, wie wir es aus dem Münsterland kennen. Wegenetze und Wegweiser In den Niederlanden gibt es drei Typen von Radwegenetzen, die aber häufig mit denen aus NRW vergleichbar sind: Zuerst gibt es die landesweiten Fahr­ radrouten, vergleichbar mit den wichtigen touristischen Routen: Rheinradweg, Ruhr­ radweg oder den hes­ sischen Landesrou­ ten (HR­Nummern) oder dem D­Radwe­ genetz. Sie tragen auch Namen und sind erkennbar an Schil­ dern mit einer LF­ Nummer (Landelijke Fietspaden). Diese führen über gut aus­ gebaute Wege und entlang sehenswerter Umgebung zum Ziel. Ich finde, sie sind für touristische Mehrta­ gestouren gut geeignet. Daneben kennt schon mancher das Netzwerk der Knotenpunkte (Fietsknoop­ punten). Diese werden lokal oder regional durchnummeriert, an jedem Knoten findet sich eine kleine Karte mit den Knoten­ punkten der Umgebung. Wer den Kno­ tenpunkten folgt, hat auf jeden Fall einen angenehmen Weg. Sie sind wunderbar für eine regionale Rundtour geeignet, vergleichbar mit den münsterländischen Pättkestouren. Ich halte sie nicht für ge­ eignet, um schnell von A nach B zu kom­ men. Dazu kommt, dass es Probleme mit FahrRad Frühling 2014 25