Der Ist-Zustand zeigt die Richtung. Europa produzierte 2023 rund 22 Milliarden Kubikmeter Biogas, davon 4,9 Milliarden Kubikmeter Biomethan. Im ersten Quartal 2024 stieg die Kapazität auf etwa 6,4 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Das reicht noch nicht an das Ziel heran. Es zeigt jedoch, wie schnell der Markt anzieht und wie viele Anlagenkomponenten in korrosiven Medien zuverlässig funktionieren müssen. Edelstahl |
kommt somit in Gärbehältern, in gasführenden Abschnitten sowie in der Rühr- und Entschwefelungsperipherie zum Einsatz. Auch die politische und wirtschaftliche Debatte spielt eine Rolle. Deutschland und andere EU-Länder verzeichnen steigende Investitionen in Biomethan. Energieunternehmen planen neue Werke und sichern sich Einsatzstoffe. Für Landwirte entsteht eine Schnittstelle zwischen |
Energie- und Nährstoffkreislauf. In diesem Gefüge sind Lebensdauer, Hygiene, Reinigbarkeit und Restwert entscheidend. Edelstahl erfüllt diese Anforderungen und ist recycelbar. Das macht ihn zur robusten Wahl in einer Branche, die mit Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Chloriden und organischen Säuren arbeitet. Ein Perspektivenwechsel offenbart, wie Regulierung das Bild weiter modifiziert. |
So haben niederländische Vorstöße zur stärkeren Binnenbindung von grünem Gas eine EU-Prüfung ausgelöst. Das Thema Herkunftsnachweise für Biogas wird europaweit verschärft. Für Betreiber bedeutet dies Planungssicherheit in Bezug auf Zeitachsen und Qualitätsanforderungen an Anlagenkomponenten. Edelstahl bleibt dabei ein verlässlicher Faktor, da er sich in korrosiven Medien gut planen lässt. |