Armaturen Welt April 2026 | Page 26

Armaturen Welt | Anwenderbericht
Energify bietet Lösungen, um Kosten und CO 2-Emissionen zu reduzieren

Gleitschieberventile optimieren System zur Stromerzeugung

Auf kleinstem Raum erzeugt diese Anlage je nach Laufzeit bis zu 175 MWh / a. Die Amortisationszeit der Installation beträgt dann weniger als drei Jahre. Copyright: Schubert & Salzer Control Systems GmbH
In Druckreduzierstationen, Abdampfleitungen und Kondensationsanlagen geht wertvolle Energie verloren. Mit dem System Energify möchte die Firma CFT GmbH eine einfache und robuste Lösung bieten, um bereits geringe Druckdifferenzen wirtschaftlich in elektrische Energie umzuwandeln. So können laut dem Unternehmen Stromkosten eingespart und CO₂- Emissionen gesenkt werden. Die Leistung des Systems wird mit Gleitschieberventilen von Schubert & Salzer geregelt.
„ Zu Beginn müssen wir immer Überzeugungsarbeit leisten“, erzählt Selcuk Aslan, Projektleiter Energify bei CFT. „ Unser System ist hochentwickelt, aber die Idee und der Grundaufbau sind eben sehr einfach. Manchmal stoßen wir deshalb auf Skepsis. Wer Energify aber einmal gesehen und verstanden hat, ist schnell überzeugt von der Robustheit und Zuverlässigkeit der Technologie – und davon, dass ‚ einfach‘ deshalb auch ein großer Vorteil ist.“ Mit Energify möchte CFT eine Lösung für Herausforderungen bieten, mit denen sich nahezu alle Industrieunternehmen konfrontiert sehen: die Reduktion von CO₂-Emissionen sowie die Verbesserung der Energie- und Kosteneffizienz. „ Das innovative System nutzt bereits geringe Druckdifferenzen, um daraus Strom zu erzeugen und in das werkseigene Netz einzuspeisen“, erklärt das Unternehmen. Solche Druckdifferenzen gibt es in nahezu allen Industrieanlagen. Sie entstehen in Druckreduzierstationen, Abdampfleitungen, Kondensations- und Gegendruckanlagen – und in den meisten Fällen geht die in den Fluiden gespeicherte Energie ungenutzt verloren.
Optimale Nutzung der eingesetzten Energie „ Energify optimiert die Nutzung der bereits vorhandenen Energie“, erklärt Maximilian Igelbüscher, Projektingenieur bei CFT. „ Um einen unterbrechungsfreien Prozessablauf zu garantieren, wird unser System immer im Bypass betrieben. Der Grundaufbau ist wie folgt: Dampf oder ein beliebiges Gas wird in einem Drehkolben-Expander auf ein niedrigeres Druckniveau expandiert. Dadurch wird mechanische Energie erzeugt. Diese wird über eine Welle auf einen Asynchrongenerator übertragen, der dann Strom ins Niederspannungsnetz einspeist.“ Anfangs gab es Schwierigkeiten bei der präzisen Regelung der Expanderleistung. Das ursprünglich eingesetzte Sitzkegel-Stellventil reagierte zu träge auf sich ändernde Prozessanforderungen und konnte das gasförmige Medium nicht zuverlässig mit dem gewünschten Ausgangsdruck bereitstellen. „ Wir haben lange nach einer Lösung gesucht, um unser System in diesem Punkt zu optimieren. So kamen wir schließlich in Kontakt mit Marcel Mokosch aus dem technischen Vertrieb von Schubert & Salzer. Er war sofort vor Ort, um die Thematik zu besprechen, und hat uns mit dem Gleitschieberventil eine Lösung vorgestellt, die unsere
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