Armaturen Welt April 2026 | Seite 15

Antriebe | Armaturen Welt
Anlagen der Industrie fit für die Zukunft zu machen. Und der nächste Entwicklungsschritt hat mit Künstlicher Intelligenz bereits begonnen: Sie biete großes Potenzial, insbesondere im Bereich Condition Monitoring und Predictive Maintenance. Durch die systematische Erfassung von Sensordaten, etwa zu Schaltzyklen, Drehmoment oder Temperatur, lassen sich Anlagenzustände präzise analysieren und Wartungszyklen optimieren. „ Voraussetzung ist eine belastbare Datenbasis: Je höher die Datentransparenz, desto größer der Mehrwert durch KI“, betont Marco Becker. Bei GEMÜ als Hersteller steigt die Nachfrage nach intelligenten, kommunikationsfähigen Antrieben, die relevante Betriebsdaten bereitstellen. „ Gleichzeitig nutzen wir KI auch in unseren eigenen Prozessen, etwa zur Optimierung von Fertigung und Qualitätssicherung. Unser Fokus liegt darauf, Kunden nicht nur Daten zu liefern, sondern sie auch bei der Integration in ihre Prozesse gezielt zu unterstützen.“
Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil GEMÜ sieht auch einen klaren Trend zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit. „ Für viele Anwender ist das auch im Kontext ihrer Scope-3-Ziele relevant, da ein wesentlicher Teil der CO₂-Bilanz eines Ventilantriebs in der Nutzungsphase entsteht – beispielsweise durch Energieverbrauch elektrischer Antriebe oder Druckluftbedarf pneumatischer Systeme“, sagt der GEMÜ Fachmann. Entsprechend gewännen energieeffiziente Antriebskonzepte, intelligente Regelstrategien und langlebige Konstruktionen zunehmend an Bedeutung. „ Wir als Hersteller haben Nachhaltigkeitsziele daher fest in unserer Produktentwicklungsphilosophie verankert: von materialeffizienter Konstruktion über energieoptimierte Fertigungsprozesse bis hin zur konsequenten Auslegung auf lange Lebensdauer und Wartungsfreundlichkeit“, unterstreicht Marco Becker. „ Effizienz und Nachhaltigkeit
Marco Becker. Foto: GEMÜ
verstehen wir nicht als Zusatzanforderung, sondern als integralen Bestandteil unserer technologischen Weiterentwicklung und unserer unternehmerischen Verantwortung.“ Und eben auf die kommt es an – gegenüber anderen Unternehmen und eben auch der Umwelt gegenüber. So geht Nachhaltigkeit.
Michael Vehreschild
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