+3 Magazin September 2016 | Page 9

+1 9 SCHNELLES INTERNET GIBT ES NICHT ÜBERALL Verfügbarkeit von Breitbandinternet 2015 (über 50 Mbit pro Sekunde, Anteil der Haushalte) Schleswig-Holstein 74,6% 52,5% Mecklenburg-Vorpommern Hamburg 94,4% 55,4% Brandenburg Bremen 93,5% 90,1% Berlin Niedersachsen 71,1% 41,9% Sachsen-Anhalt Nordrhein-Westfalen 76,2% 49,6% Sachsen Hessen 72,1% 50,4% Thüringen Rheinland-Pfalz 69,0% 68,4% Bayern 71,6% Baden-Wür‚emberg Saarland 70,9% Quellen: BMVI, Statista Frank Messerschmitt, Leser Wie damals bei Gutenberg Als der Buchdruck langsam aufkam, gab es große Befürchtungen, dass die neue Form der Übermittlung von Informationen und Meinungen eine schädliche Wirkung auf die Gesellschaft haben würde. Gleichzeitig versprachen sich die Befürworter große Veränderungen, vor allem eine bessere Welt. Heutzutage befinden wir uns in einer ähnlichen Kommunikations- revolution wie die Menschen des 16. und 17. Jahrhunderts. Die Digitalisierung von Informationen überschreitet die durch die Papierform gegebenen Beschränkungen und ermöglicht eine synchrone und ständige Allgegenwärtigkeit. Das Spektrum der Einschätzungen, was auf uns in der nächsten Zeit zukommen wird, reicht wieder von der Begeisterung über die ungeheuren Chancen bis hin zur Sorge, dass eine große Gefahr der Manipulation und krimineller Machenschaften bestehe. Ich bin aber dennoch sehr zuversichtlich, mitten im Anfang einer neuen, schöneren Zeit zu sein. Johann Hofmann, Entwickler für Fertigungsmanagement und Redner zu Industrie 4.0 Es ist fünf vor zwölf Zahlreiche Expertenkommissionen kommen alle einvernehmlich zu dem Schluss, dass Deutschland im Rennen um die Digitalisierung den Anschluss verpasst. Unbestritten ist, dass die USA beim „Internet der Dinge“ eine Führungsrolle einnimmt. Bei der DIES IST EINE GESPONSERTE ANTWORT, ALSO EINE ANZEIGE Mike Tänzler, Geschäftsführer Schwaiger GmbH Intelligent vernetzt Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung stellt sich für uns als traditionsbewusstes Technologieunternehmen nicht nur die Frage nach neuen Produkten – wir wollen unseren Kunden mehr bieten: Wir schaffen intelligente Lösungen, die im Alltag für ein Mehr an Komfort, Effizienz und Sicherheit sorgen. So bieten wir mit unserem umfangreichen HOME4YOU-Sortiment verschiedenste Produkte aus dem Bereich der Hausautomation, die über eine App gesteuert werden können. Die Geräte sind schnell und einfach in das Zuhause eingebunden und können bequem vom Sofa aus oder via Handy aus dem Urlaub gesteuert werden. Wir wollen unsere Kunden bestmöglich bei der Gestaltung eines sicheren Zuhauses unterstützen. Unser Ziel ist es, mit unseren HOME4YOUProdukten dem Stichwort „Haus der Zukunft“ gerecht zu werden. Ein Haus, das digital vernetzt ist, ein Heim, auf das der Verbraucher auch in Abwesenheit Zugriff hat. Sei es nur, um via App die Wassersensoren zu überprüfen, die beispielsweise einen Rohrbruch melden können, oder um unterwegs die Heizung zu regeln. Das sind greifbare Vorteile, die Kunden verstehen und annehmen. Genau diese Vorteile werden wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen und verfolgen, weil wir wissen, dass die Digitalisierung zunehmend Einzug in unserem Leben und in unserem Zuhause hält. Das Haus der Zukunft ist digital. digitalen Transformation der Prozesse habe ich allerdings lange Zeit Deutschland als Vorreiter gesehen. Das liegt zum Teil an selbstentwickelten Industrie-4.0-Lösungen vor allem mittelständischer Unternehmen, die die intelligente Vernetzung von Fertigungsdaten ermöglichen. Die Fertigungen werden damit zu Hochleistungsfertigungen, Produzieren im Hochlohnland Deutschland bleibt wettbewerbsfähig. Man kann sich diese Fertigungen von morgen schon heute live ansehen, viele Produktionsverantwortliche tun das. Am Ende des Tages sind alle voll des Lobes über die gesehene Digitale Produktion. Allerdings fehlt es den allermeisten Unternehmern am Mut, diese Mammutaufgabe im eigenen Betrieb anzugehen. Es gibt jedoch keinen einzigen Grund dafür, auch nur noch einen weiteren Tag zu warten. Wenn sich dieses Verharren in der Zuschauerrolle der deutschen Unternehmer nicht rasch ändert, dann werden wir auch beim „Internet der Prozesse“ abgehängt. Wo ist der Spirit geblieben, der die deutschen Ingenieure einmal auszeichnete? Rein kennza