+3 Magazin Juni 2017 - Page 14

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Nnimmo Bassey , Direktor Health of Mother Earth Foundation ( HOMEF ) und Träger des Alternativen Nobelpreises
Es gibt nur eine Erde
Die Wahl des Energieträgers der Zukunft wird der Notwendigkeit folgen , mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie . Die nationalen Netze werden dabei ihre Bedeutung verlieren . Denn sie verkörpern eine alte Denkweise . So wie wir gerade neue Wege der Vernetzung untereinander entwickeln , benötigen wir neuere , umweltfreundlichere Formen der Energiegewinnung und -verteilung . Atomkraftwerke werden ein Paradebeispiel für Technologien sein , die zwar realisierbar aber gleichzeitig inakzeptabel sind . Selbstverständlich wird auch die Nutzung der fossilen Brennstoffe Öl , Gas und Kohle enden . Sie ist nicht nur klimaschädlich , die immer extremeren Förderverfahren
Wolfgang Neldner , Leser
Richtig speichern und verteilen
Ganz klar : Regenerative Energien aus Quellen wie Sonne und Wind sind die Zukunft . Aber nur in Kombination mit einem starken Energienetz , das Möglichkeiten für Energieumwandlungen und -speicherungen in den Städten und Gemeinden bietet . Denn die regenerativen Energien sind naturabhängig , je nach Wetterlage liefern Wind- oder Solaranlagen mal mehr oder weniger Strom . Der unveränderten Nachfrage der Menschen nach Energie kann mit
schaden zudem den Menschen , die in den Fördergebieten leben . Möglicherweise werden die repressiven und destruktiven ökonomischen Systeme durch Volksaufstände und weltweite Solidarität gestürzt . Die zukünftige Entwicklung von Energieträgern wird jedenfalls dem Umstand Rechnung tragen müssen , dass alle Lebensformen dieses Planeten miteinander verflochten sind . Zumal kein Planet B in Reichweite ist . Dies wird einen radikalen Wandel der Denkweise der Menschen erfordern . Sie sollten sich wieder mit der Natur verbinden und die Gaben der Natur als Ressource verstehen und nicht für nichtnachhaltigen Konsum und unmoralische Verschwendung ausbeuten . Mit anderen Worten : Die Stillung unseres Energiebedarfs wird niemals über der Verantwortung stehen , die wir als Bewohner dieser Erde tragen .
einem integrierten Energienetz , das der örtliche Verteilungsnetzbetreiber steuert , begegnet werden . Das Netz selbst bietet – wenn es dafür gerüstet ist – die Möglichkeit , überschüssigen grünen Strom in Form von Gas zu speichern . Dieses „ grüne “ Gas , weil ursprünglich aus regenerativen Quellen entstanden , hat den besonderen und unschätzbaren Vorteil , dass es über Monate gespeichert werden kann und so jederzeit nutzbar ist . Auch Warmwasserbereitung aus Sonnenenergie ist kein Hexenwerk , sondern machbares Gebot der Stunde . Dafür ist es notwendig , dass der lokale Netzbetreiber vor Ort die Fäden in der Hand hält , zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger ; auch , um die notwendigen Investitionen für die Menschen preiswert umzusetzen . Er muss sich den Zielen der Stadt verpflichtet sehen und alles dafür tun , dass die dezentral erzeugte erneuerbare Energie sicher bei den Verbrauchern ankommt . Ohne Netz keine stabile Energieversorgung . Das gilt erst recht für ein durch regenerative Energieträger geprägtes Zukunftssystem .
LANDFRESSER ODER ENERGIERIESE So effektiv sind nachwachsende Energieträger im Vergleich mit Wind- und Sonnenenergie
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Fläche , die zum ganzjährigen Betrieb einer 20-Watt-Glühlampe nötig ist
Energie-Rentabilität ( Beispiel : siebenmal mehr Output als Input )
10 - 18
5 - 9,9
1 - 4,9
unter 1 ( negative Energie-Rentabilität )
Jochen Magerfleisch , Executive Vice President Sales Europe Senvion GmbH
Rückenwind für die Energiewende
100 m 2
Bioethanol aus Rutenhirse , USA
4 m 2
Die Energie der Zukunft ist zu einem großen Teil grün und ansonsten vor allem eines : bezahlbar . Wir bei Senvion entwickeln seit Jahren unsere Technologie ständig weiter , um durch Windenergie sowohl an Land als auch

5,4

Photovoltaik , Deutschland
100 m 2
Brennholz , Deutschland

7 8

40 m 2
Bioethanol aus Zuckerrohr , Brasilien
auf hoher See effizient Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren . In einem Mix erneuerbarer Energien und mit Unterstützung von besser werdenden Speichertechnologien auf dem Markt hat Wind das Potenzial und die Möglichkeiten , den größten Anteil des Strombedarfes in Deutschland zu decken . Mit der Markteinführung von Schwachwindanlagen mit Rotordurchmessern von bis zu 140 Metern ist Windenergie nicht mehr nur in Küstennähe attraktiv , sondern im ganzen Land eine nachhaltige Energiequelle . An Deutschlands Küsten entstehen Windparks mit starken Offshore-Anlagen , die in naher

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+2 14 › Nnimmo Bassey, Direktor Health of Mother Earth Foundation (HOMEF) und Träger des Alternativen Nobelpreises Es gibt nur eine Erde Die Wahl des Energieträgers der Zu- kunft wird der Notwendigkeit folgen, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie. Die nationalen Netze werden dabei ihre Bedeutung verlieren. Denn sie verkörpern eine alte Denkweise. So wie wir gerade neue Wege der Vernet- zung untereinander entwickeln, benö- tigen wir neuere, umweltfreundlichere Formen der Energiegewinnung und -verteilung. Atomkraftwerke werden ein Paradebeispiel für Technologien sein, die zwar realisierbar aber gleich- zeitig inakzeptabel sind. Selbstver- ständlich wird auch die Nutzung der fossilen Brennstoffe Öl, Gas und Kohle enden. Sie ist nicht nur klimaschädlich, die immer extremeren Förderverfahren Wolfgang Neldner, Leser Richtig speichern und verteilen Ganz klar: Regenerative Energien aus Quellen wie Sonne und Wind sind die Zukunft. Aber nur in Kombination mit einem starken Energienetz, das Mög- lichkeiten für Energieumwandlungen und -speicherungen in den Städten und Gemeinden bietet. Denn die regenera- tiven Energien sind naturabhängig, je nach Wetterlage liefern Wind- oder Solaranlagen mal mehr oder weniger Strom. Der unveränderten Nachfrage der Menschen nach Energie kann mit schaden zudem den Menschen, die in den Fördergebieten leben. Möglicher- weise werden die repressiven und dest- ruktiven ökonomischen Systeme durch Volksaufstände und weltweite Solida- rität gestürzt. Die zukünftige Entwick- lung von Energieträgern wird jeden- falls dem Umstand Rechnung tragen müssen, dass alle Lebensformen dieses Pla WFV֗FVFW"fW&f6FV6B१VVWB"&V6vVFR7BFW2v&BVV&FVvFVFW FVvV6RFW"V66VW&f&FW&6R6FV66vVFW"֗BFW"GW fW&&FVVBFRv&VFW"GW 2&W76W&6RfW'7FVVVB6Bl; 6F6FvV7VVBVЦ&Ɨ66RfW'66vVGVrW6&WWFV֗BFW&Vv'FVFR7FVrVЧ6W&W2VW&vV&VF&g2v&BV2 ;&W FW"fW&Gv'GVr7FVVFRv"0&WvW"FW6W"W&FRG&vVDe$U54U"DU"TU$tU$U4P6VffVFb6B6v66VFPVW&vWG,:FvW"fW&vV6֗@vBVB6VVW&vPR@f:F6RFRVЦv禬:F&vV&WG&V"VW #vv;ƂЦR;gFr7@pVW&vR&VF&ƗL:G@&V7Vâ6V&VV"WGWB2WB '&VǢFWWG66@ &WFW0'WFV憗'6RU4RÐVVFVw&W'FVVW&vVWGF0FW" ;g'FƖ6RfW'FVVw6WG&WG&V&W 7FWVW'B&VvVvWBvW&FVF2WG6V'7B&WFWB( 2vVW2Fl;"vW,;7FW@7B( 2FR;fvƖ6VB ;&W'66;76vVw,;V7G&f&fv2P7V6W&FW6W2( w,;^( v2vVW"Ч7,;vƖ6W2&VvVW&FfVVVVVG7FFVBFV&W6FW&VV@V66:GG&&Vf'FVF72W2 ;&W FRvW7V6W'BvW&FVV@6VFW'VBWG&"7BV6v&Чv76W&&W&VGVrW26VVW&vR7@VWVvW&6FW&6&&W0vV&BFW"7GVFRFl;"7BW2GvVЦFrF72FW"RWG&WG&V&W"f 'BFRl:FFVFW"B:FBVХvRFW"7FGBVB&W",;&vW#V6VFRGvVFvVfW7FFЦVl;"FRV66V&V7vW'BVЧW6WGVW"W7266FVVVFW 7FGBfW'fƖ6FWB6VVVBW2Fl; GVF72FRFWVG&W'WVwFRW"ЦWVW&&&RVW&vR66W"&VFVfW"Ц'&V6W&BRWGVP7F&RVW&vWfW'6&wVrF2vBW'7@&V6Bl;"VGW&6&VvVW&FfRVW"ЦvWG,:FvW"vW,:FwFW2VVgG777FVB pFfFFWWG66@BÐVFW"VvFfRVW&vR&VF&ƗL:GBC &WFW0V6W'&"'&6ƖVDU25BTRtU54U%DREt%B4TRTtP6VvW&fV66WV7WFfRf6R&W6FV@6W2WW&R6Vfv$,;6VvBl;"FPVW&vWvVFPFRVW&vRFW"VVgB7BRVVЦw&9VFVw,;VB67FVf VVW3&W&"v"&V6VЧfVGv6V6VB&VV6W&PFV6vR7L:FFrvVFW"VGW&6vFVW&vR6vB2V6VbW"6VRVffVB7G&RvWGBЦ&WvW&'6l:FvV&V6VR&GWRЧ&VVV֗W&WVW&&&W"VW"ЦvVVB֗BVFW'7L;GVrf&W76W vW&FVFV7V6W'FV6vVV`FV&BBvBF2FV禖VBFR;fvƖ6VFVFVw,;l9FVFVFW27G&&VF&fW2FWWG66ЦBRFV6V֗BFW"&FVl;ƂЧ'Vrf66v6vFvV֗@&F&GW&6W76W&f&2RCWFW&7BvFVW&vR6BV W";7FV:FRGG&Fb6FW&খvVBVR6FvPVW&vWVVRFWWG66G2;2ЧFVVG7FVVvG&2֗B7F"ЦVfg6&RvVFRW Vv