Η Ελλάδα στο Μόναχο - Μάρτιος 2017 τευχίδιο τελικό για Μόναχο 2017 ohne schueler und | 页面 114

Kurzbiografie: König Ludwig I. von Bayern Die Leistungen von Ludwig I. von Bayern (1786 – 1868) für die Kunstpolitik in München und Bayern haben alle seine politischen Verdienste überdauert. München wurde dadurch von der Residenzstadt zur Landeshauptstadt, Bayern erhielt nationale und internationale Anerkennung, die man mit wirtschaftlicher oder militärischer Stärke nicht hä tte erreichen können. Kronprinz Ludwig heiratete auf der Münchner „Wiesn“, Prinzessin Therese von Sachsen- Hildburghausen. Zum Abschluss der tagelangen Hochzeitsfeiern wurden auch Pferderennen veranstaltet. Die Münchner waren begeistert. Man entschied, die Pferderennen hier auch im Folgejahr zu wiederholen, so entstand die Tradition des Oktoberfestes. Der Ort der Hochzeitsfeierlichkeiten wird seitdem Theresienwiesegenannt. König Ludwig I. von Bayern mit Ehefrau Therese und seinen Kindern, um 1830. Foto: www.adels- archiv.com Bekannt wurde König Ludwig I. für seine ausgeprägte Sparsamkeit bis hin zum Geiz, auch in privaten und familiären, Angelegenheiten. Es gelang ihm dadurch die Sanierung des hoch verschuldeten bayerischen Staatshaushalts. Ludwig selbst war ein rastloser Geist: „Ruhe kann mein Wesen nicht ertragen“, bekannte er, „Feurig muss das Leben mir schäumen, … Sehnen will ich, schwärmen und träumen“. Er sprach sechs Sprachen: Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Griechische und lateinische Klassiker las er im Original und er schrieb auch selbst Gedichte. Ludwig I. wandte sich mit seinen Münchner Bauprogramm bewusst an die Öffentlichkeit. Allerdings dachte der König dabei an eine Öffentlichkeit, die seinen Auffassungen von Kunst und Geschichte folgte und nicht etwa eigene Ideen und Wünsche entwickelte. Mit den Forderungen nach parlamentarischer Mitwirkung, konnte er nichts anfangen. Jedem Gedanken an Volkssouveränität stand Ludwig verständnislos gegenüber. Dadurch verlor der König zunehmend den Kontakt zu seinen Untertanen. Seine ambitionierte Bau- und Kunstpolitik, die er größtenteils mit privatem Geld umsetzte, machte München zwar zu einem europäischen Zentrum der Museen – doch im Lauf seiner Regierungszeitverdunkelte sich der Himmel über Bayern: Der König und seine Minister hatten keine Konzepte gegen die drückende Armut im Land, es gab erste Proteste. Die Liebesbeziehung Ludwigs zur Tänzerin Lola Montez befremdete die sogar die letzten königstreuen Minister. Es folgen Tumulte, Unruhen und sogar die Schließung der Universität in München. Ludwig wurde gezwungen Lola Montez des Landes zu verweisen. Der König musste schließlich abdanken und übergab die Krone an seinen Sohn Maximilian. 114