ZEHN MINUTEN | 02 Mai Klimaresilientes Bauen – Prävention und Protektion(clone) | Page 5

Wege in die Zukunft des Bauens
In der abschließenden Diskussionsrunde wurde deutlich, dass klimaresilientes Bauen mehr als nur technologische Innovationen erfordert – es geht um ein grundsätzliches Umdenken in der Bauplanung. Eine flexible Materialwahl, die gezielt auf die spezifischen Anforderungen einzelner Bauwerke und Standorte eingeht, kann dazu beitragen, nachhaltige und widerstandsfähige Strukturen zu schaffen. Beton sei im Fundament am besten eingesetzt, wo die stärksten Kräfte bei Überflutung einwirken, in höher gelegenen Gebäudeetagen dann eher Holz und Lehm – jedes Material an der Stelle, wo es seine Stärken ausspielen kann. Darüber hinaus sei es wichtig kritisch abzuwägen, ob bestehende Gebäude sinnvoll nachgerüstet werden können, anstatt sie kostenintensiv abzureißen und neue Bausubstanz aufzuwenden.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf präventivem Hochwasserschutz, der beispielsweise in der Schweiz bereits erfolgreich praktiziert wird. Dort werden Schutzmaßnahmen gezielt gefördert, da sie langfristig kostengünstiger sind als die nachträgliche Beseitigung von Schäden. Neben der Anpassung von Neubauten setzen Städte verstärkt auf Klimaanpassungskonzepte, die eine Kombination aus widerstandsfähigen Baustoffen, ganzheitlichen Strategien zum Wassermanagement und nachhaltiger Stadtplanung vorsehen. Entscheidend dabei ist die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um nachhaltige Lösungen flächendeckend zu etablieren.
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