Wasser ist Trumpf
„Schwimmen ist eine der gesündesten
und zielführendsten Sportarten“,
erklärt die Wiener Fachärztin für Physikalische Medizin Dr. Ingrid Heller.
Denn durch das Schwimmen werden
alle Gelenke richtiggehend durch die
Gelenksflüssigkeit
„geschmiert“,
wobei gleichzeitig die Belastung
gering ist, da der Wasserauftrieb die
Kraft reduziert, die auf die Gelenke
wirkt.
Auch für Personen mit hohen Cholesterin- und Blutzuckerwerten ist der Wassersport hilfreich: Hier zeigen alle Untersuchungen, dass diese Maßzahlen durch das
Schwimmen reduziert werden. Zudem ist
bemerkenswert, dass man laut wissenschaftlichen Erkenntnissen durch körperliche Betätigung im Wasser auch leichter
abnimmt. Der hohe Wasserwiderstand
lässt den Körper nämlich Muskelmasse
auf- und Fett abbauen.
Univ.-Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth zur
Eröffnung der Gesundheitsgespräche in
Alpbach.
Ein Blick in die
Zukunft
Wer sich bewegt, gewinnt
Bewegungsmangel zählt neben
Übergewicht und Tabakkonsum zu
den Hauptverursachern chronischer Erkrankungen. Der Großteil
der Bevölkerung bewegt sich zu
wenig und verbringt durchschnittlich sieben Stunden täglich mit Sitzen. Doch regelmäßige Bewegung
ist sehr gesund, beugt Bluthochdruck, Knochenschwund, Gelenkabnützung und Adipositas vor,
stärkt das Immunsystem und hebt
die Laune. Diese Tatsache nehmen
die Wiener Apotheken zum Anlass,
um den Oktober unter das Motto
„Monat der Bewegung“ zu stellen.
38
kurzmeldungen
Dabei erhalten die
Kunden ab dem 1.
Oktober
2014
einen Gutschein
für einen Schrittzähler, der zu
mehr Bewegung
motivieren soll.
Dieser kann am Hosenbund oder
Gürtel befestigt werden und zählt
jeden Schritt. Experten empfehlen,
täglich 10.000 Schritte zu tun.
Doch auch 3.000 Schritte zusätzlich am Tag zum gewohnten Pensum gelten schon als gesundheitsfördernd.
Mit der Perspektive auf das Jahr 2025
blickten die 220 Experten und Expertinnen im August der diesjährigen
Alpbacher Gesundheitsgespräche in
das Gesundheitssystem der Zukunft.
Sie erörterten Stolpersteine und
Knackpunkte und skizzierten mögliche Lösungswege hin zu einem bürgerorientierten Gesundheitswesen.
Unter anderem wurde von den
Arbeitsgruppen der Bedarf nach verstärkter Kommunikation und Information quer über das gesamte
Gesundheitswesen diskutiert. Auch
das Stichwort „Integration“ prägte die
Zukunftsüberlegungen, und zwar in
Bezug auf das Gesundheits-, Bildungsund Sozialsystem.
Weitere Schwerpunkte waren die
Schaffung integrierter Versorgungssysteme, eine Strategie für die Nutzung
von Gesundheitsdaten unter Wahrung
der Patientenrechte, Nutzung der
Möglichkeiten der Gentechnik und die
Stärkung der Gesundheitskompetenz
der Bevölkerung.
Ein wesentlicher Punkt, der ständig
in den Diskussionen auftauchte,
jedoch immer wieder unterging, war
das Thema „Prävention“, das nach
wie vor eher wie ein Schreckgespenst
durch unsere Gesundheitssysteme
geistert, als endlich im Sinne der
Gesundheitsförderung umgesetzt zu
werden.
Wellness world business |
4/2014