WELLNESS WORLD Business 4-2014 | Seite 38

Wasser ist Trumpf „Schwimmen ist eine der gesündesten und zielführendsten Sportarten“, erklärt die Wiener Fachärztin für Physikalische Medizin Dr. Ingrid Heller. Denn durch das Schwimmen werden alle Gelenke richtiggehend durch die Gelenksflüssigkeit „geschmiert“, wobei gleichzeitig die Belastung gering ist, da der Wasserauftrieb die Kraft reduziert, die auf die Gelenke wirkt. Auch für Personen mit hohen Cholesterin- und Blutzuckerwerten ist der Wassersport hilfreich: Hier zeigen alle Untersuchungen, dass diese Maßzahlen durch das Schwimmen reduziert werden. Zudem ist bemerkenswert, dass man laut wissenschaftlichen Erkenntnissen durch körperliche Betätigung im Wasser auch leichter abnimmt. Der hohe Wasserwiderstand lässt den Körper nämlich Muskelmasse auf- und Fett abbauen. Univ.-Prof. Dr. Ursula Schmidt-Erfurth zur Eröffnung der Gesundheitsgespräche in Alpbach. Ein Blick in die Zukunft Wer sich bewegt, gewinnt Bewegungsmangel zählt neben Übergewicht und Tabakkonsum zu den Hauptverursachern chronischer Erkrankungen. Der Großteil der Bevölkerung bewegt sich zu wenig und verbringt durchschnittlich sieben Stunden täglich mit Sitzen. Doch regelmäßige Bewegung ist sehr gesund, beugt Bluthochdruck, Knochenschwund, Gelenkabnützung und Adipositas vor, stärkt das Immunsystem und hebt die Laune. Diese Tatsache nehmen die Wiener Apotheken zum Anlass, um den Oktober unter das Motto „Monat der Bewegung“ zu stellen. 38 kurzmeldungen Dabei erhalten die Kunden ab dem 1. Oktober 2014 einen Gutschein für einen Schrittzähler, der zu mehr Bewegung motivieren soll. Dieser kann am Hosenbund oder Gürtel befestigt werden und zählt jeden Schritt. Experten empfehlen, täglich 10.000 Schritte zu tun. Doch auch 3.000 Schritte zusätzlich am Tag zum gewohnten Pensum gelten schon als gesundheitsfördernd. Mit der Perspektive auf das Jahr 2025 blickten die 220 Experten und Expertinnen im August der diesjährigen Alpbacher Gesundheitsgespräche in das Gesundheitssystem der Zukunft. Sie erörterten Stolpersteine und Knackpunkte und skizzierten mögliche Lösungswege hin zu einem bürgerorientierten Gesundheitswesen. Unter anderem wurde von den Arbeitsgruppen der Bedarf nach verstärkter Kommunikation und Information quer über das gesamte Gesundheitswesen diskutiert. Auch das Stichwort „Integration“ prägte die Zukunftsüberlegungen, und zwar in Bezug auf das Gesundheits-, Bildungsund Sozialsystem. Weitere Schwerpunkte waren die Schaffung integrierter Versorgungssysteme, eine Strategie für die Nutzung von Gesundheitsdaten unter Wahrung der Patientenrechte, Nutzung der Möglichkeiten der Gentechnik und die Stärkung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung. Ein wesentlicher Punkt, der ständig in den Diskussionen auftauchte, jedoch immer wieder unterging, war das Thema „Prävention“, das nach wie vor eher wie ein Schreckgespenst durch unsere Gesundheitssysteme geistert, als endlich im Sinne der Gesundheitsförderung umgesetzt zu werden. Wellness world business | 4/2014