Afghanistan
Ähnlich, wenn auch nicht ganz so eindeutig, ist die
Situation der Afghanischen Flüchtlingen. 7’831 Gesuche von Flüchtlinge aus Afghanistan sind 2015 in der
Schweiz eingereicht worden und machen 19,8 % aller
Gesuche aus. Der Krieg in Afghanistan ist laut der
amerikanischen Regierung seit Dezember 2014 offiziell
beendet. Die Truppen werden seit 2010 abgezogen und
man konzentriert sich mehr auf die Bekämpfung des
« Islamischen Staates » (IS). Die Tatsache, dass sich
die Aufmerksamkeit jetzt auf den IS richtet, gibt den
Taliban neuen Handlungsspielraum und begünstigt
deren Wiedererstarken. Die Unruhen und Anschläge
nehmen wieder zu und verschlechtern die Situation der
Zivilbevölkerung erneut. Obwohl Afghanistan nicht
auf der Liste der « Safe Countries » steht, liegt die Anerkennungsquote für Asylgesuche lediglich bei 9,7 %.
Auf der Seite des Schweizer Bundes finden sich
Reisehinweise für Schweizer in verschiedene Länder,
unter anderem auch Afghanistan. Folgendes ist dort
zu lesen:
« Von Reisen nach Afghanistan und von Aufenthalten jeder Art wird abgeraten. Die Sicherheit ist nicht gewährleistet: Im ganzen Land besteht
das Risiko von schweren Gefechten, Raketeneinschlägen, Landminen,
Terroranschlägen, Entführungen und gewalttätigen kriminellen Angriffen
einschliesslich Vergewaltigungen und bewaffnete Raubüberfälle. »
Die Schweizer Regierung rät als vehement von einer
Reise nach Afghanistan ab, da diese viele Gefahren
mit sich bringt.
Wieso gewährt man dann Afghanen in der Schweiz
kein Asyl? Die Schweizer Migrationsbehörden finden
es angemessen, Migranten nach Afghanistan zurück
zu schicken.