Viele Fertigungsunternehmen halten nach wie vor an traditionellen Produktionsmodellen fest, bei denen die Maschine als physisches und eigenständiges Element eine zentrale Rolle spielt. Diese Sichtweise kann jedoch schnell zur Einschränkung werden, wenn man die aktuelle Marktsituation betrachtet, die von unglaublich schnellen Veränderungen geprägt ist. Digitale Transformation und Service sind viel diskutierte Themen, auch wenn in der Praxis noch eine erhebliche Lücke zwischen Theorie und konkreter Umsetzung besteht. Die Maschine ist greifbar, Daten nicht. Auch
Davide Lucca, CEO von Rosa Ermando der Service nicht. Und doch sind es gerade die digitalen Lösungen, die der Prozessintelligenz zugrunde liegen, sowie der konstante und umfassende technische Support, die heute den Unterschied ausmachen.
DREI STRATEGISCHE TRIEBKRÄFTE
Nach Ansicht von Rosa Ermando, einem Hersteller von Flachschleifmaschinen, ist Produktqualität heute kein Wettbewerbsvorteil mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. Der eigentliche Wettbewerb findet auf einem anderen Gebiet statt, wo Wert auf Daten, Prozesse und Dienstleistungen aufbaut. „ Bislang waren wir sehr gut darin, Maschinen zu entwickeln und herzustellen“, bestätigt Davide Lucca, CEO des Unternehmens. „ Jetzt müssen wir beginnen, in Prozessen zu denken. Die Maschine wird damit zum Zubehör, und unsere neue Aufgabe besteht darin, Lösungen anzubieten, die allen, die sich für unsere Produkte entscheiden, konkrete Ergebnisse liefern.“ Diese Annahme ist der Grundstein der Industriestrategie, die von diesem traditionsreichen italienischen Hersteller entwickelt wurde, der weltweit für seine unter den Marken Rosa GrindTech und Favretto GrindTech vertriebenen Lösungen bekannt ist. Eine Tour durch die industrielle Evolution, die von drei Triebkräften geleitet wird: Internationalisierung, digitale Technologien und Servitisierung.
DIE GLEICHE SPRACHE SPRECHEN
Für Rosa Ermando ist Internationalisierung weit mehr als ein Vertriebskonzept – sie ist ein Schlüsselfaktor, der entlang der gesamten Lieferkette, vom Hersteller bis zum Endkunden, Wert schafft. Ein zentrales Element ist dabei
Lucca: „ Bis heute waren wir sehr gut darin, Maschinen zu entwickeln und herzustellen. Jetzt müssen wir beginnen, in Prozessen zu denken.“
FROM THE MACHINE TO SERVITISATION: THE SMART TURNING POINT
The tendency of many manufacturing companies is still to stick to traditional production models, where the central role is played by the machine, understood as a physical and stand-alone element. A vision that risks becoming a limitation, especially if we consider the current market scenario, marked by incredibly rapid changes. Digital transformation and service are hot topics, although there is still a significant gap between the theory and what companies concretely do in their daily routines. The machine can be touched, the data cannot. The service cannot
Rosa Ermando redefines the role of the machine tool in the manufacturing industry: from a central element to a component for smart systems consisting of data, digitalisation and customised services, with the aim of creating real and sustainable value. either. And yet, what makes the difference today are precisely the digital solutions at the basis of process intelligence along with constant and complete technical support.
THREE STRATEGIC DRIVERS According to Rosa Ermando, a manufacturer of surface grinding machines, product quality is no longer a competitive advantage, but a minimum requisite, because today the real challenge is played on a different terrain, where value is built around data, process, and service.“ Up until now we have been very good at designing and manufacturing machines” Davide Lucca, CEO of the company confirmed.“ Now
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SPECIALE EMO 91