Sonntagsblatt 2/2026 | Page 4

Közlöny, Regierungsverordnung 90 / 2026 vom 13. Mai 2026 über die Aufgaben- und Zuständigkeitsbereiche der Regierungsmitglieder). Die Nationalitätenangelegenheiten wurden dem Minister für gesellschaftliche Beziehungen und Kultur übertragen. Damit können wir teilweise zufrieden sein, da die Kultur eine der Grundsäulen unserer nationalen Existenz ist. Die Person des neuen Ministers, Zoltán Tarr, garantiert – basierend auf seiner ersten Anhörung als Ministerkandidat – den fachlichen Dialog.
Gleichzeitig müssen wir in der Lage sein, das starke Ministerien-System der neuen Regiefrungsstruktur zu nutzen und die entsprechenden Kontakte zu den Ministerien für Bildung, Regionalentwicklung und Kommunalverwaltung zu knüpfen.
Ein bedeutender Fortschritt ist jedoch der Zuwachs an strukturellem Gewicht: Innerhalb des Kulturressorts wird ein eigenständiges Stellvertretendes Staatssekretariat für Nationalitätenangelegenheiten eingerichtet. Dies ist nicht nur eine technische Änderung. Es ist die Anerkennung dessen, dass die Belange der einheimischen, autochthonen Nationalitäten besonderes Fachwissen und fokussierte Aufmerksamkeit erfordern. Das eigenständige Unterstaatssekretariat bietet einen direkteren Zugang zu Ressourcen und ermöglicht eine schnellere Entscheidungsfindung in unseren täglichen Angelegenheiten. Seit Ende Mai steht der Leiter des übergeordneten Staatssekretariats fest: Dr. Georg( György) Heidl.
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Ausschussarbeit: Einstimmiges Vertrauen und gemeinsame Verantwortung
Auch in dieser Periode hat sich der Ausschuss der Nationalitäten in Ungarn konstituiert. Ich sage mit Überzeugung: Der Schlüssel zur Effizienz der Ausschussarbeit ist die Einigkeit. Daher war es für mich ein besonders ehrenvoller und erhebender Moment, als meine Sprecherkollegen mich einstimmig für das Amt des Ausschussvorsitzenden vorschlugen. Ein solcher Konsens ist im politischen Raum selten und zeigt, dass wir zwar unterschiedliche Volksgruppen vertreten, unsere strategischen Ziele jedoch gemeinsam sind. Die Meinung der Sprecher wurde von der Parlamentspräsidentin Agnes Forsthoffer – die selbst stolz auf ihre deutschen Wurzeln im Komitat Wesprim ist – akzeptiert. Auf ihren Vorschlag hin stimmte das Parlament meiner Ernennung zu.
Aufgaben und Erwartungen Die vor uns liegende Periode verspricht nicht leicht zu werden. Angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen und gesellschaftlicher Veränderungen erfordern der Erhalt und die Entwicklung des Nationalitäten-Institutionensystems ständige Wachsamkeit. Die Grundlagen jedoch, die wir in der konstituierenden Sitzung und in den ersten Ausschusstagen gelegt haben, sind solide.
Der neue ministerielle Hintergrund, das eigenständige Unterstaatssekretariat und der volle Zusammenhalt innerhalb des Ausschusses geben uns wichtige Instrumente an die Hand. Mit ihnen können wir uns wirksam für unsere Gemeinschaften