Jugendlichn ois di Hapttreiga va dein Zwischnsprouchn, sai si Niedaleindisch, Deitsch, Italienisch oda Froanzesisch. Soat den 2000er Joahra hoida sei doank da oafachn, veakiaztn Natur va da SMS- un Chat-Sprouch di Regionalsprouchn im digitaln Raum am Lebm. Im Chatfenster pringa sei glaichzati Houhsprouch un Dialekt af di Zuing, gounz seiwstvastoandli neibmoanoanda: „ i hab das net“, „ jz how koa Zeit“, „ kommsta mit“ usw., usf., heat moan so iwaroall.
Diesi veajüngtn un immagrin’ n Zwischnhoidi vam Deitschn keinntn da Schlissl zua Wiedabeleibing van authentischa deitscha Regionalsprouchn im 21. Joahhuundert san- a Oanliegn, deim sich hetzutoug vieleroats innahoalb deis deitschn Sprouchraums, varoanzelt owa au driwa hinas, z. B. pa uns Ingandeitschn, gwidmet wiad.
Doupa muiss moun sich jedoch pwuisst mouchn, doass si koa „ chemisch reini“ Dialektpfleg ohn Housprouch geibm koann – ebmsou weing wie a absolut stuibnreins Sidhodeitsch deis vullsteindigi Standarddeitsch doarstelln koann, ohn di nöadlichn Sprouchformeln za pericksichtign. Wenn diesa Umstoand deim sprouchlichn Baywatch- Rettingsdienst va insra Geignwoat pewuisst wiad, doann koann moun peginnen, sei Rettingspakete an di Heasfoaderingen un Meiglichkoatn vam heitign postmodernen Zatoida( Zeitalter) anzuipoassn- un di jüngstn Proaktikn un Eafoahringn souwohl in den öffentlichn Diskurs ois au in di linguistischi Fochdebatte oanzuipringn.
Di Feinhearign inta dein Lesern düaftn pemeakt howa, doass mei voaliegenda, heanz-donaubairischer Artikel deim Houdeitsch deitli nähersteht- entstoandn is er gwissamoaßn in da Grauzone zwischn peidn, un deis as doppeltem Gruind:
Oanaseits sui( hdt. sollte) er fia di Lesa meiglichst veasteindli san, di weda as deim puagnleindisch-esterraichischen nou as deim boarischn Sprouchraum stoammn un voa deim Pildschiam oda da Zeiting sitzn. Ondaersaits sui / soll er au a proaktisches Zeignis dafia oableign, doass di Zwischnsprouch net nua in den Tiefn vam Märchnraich iah Dousan fristet, saundan au jensaits va Chat- un Facebook-Messenger-Wöltn in a Zeiting gastfreindli afgenommn weadn koann- un dies mit vullm Recht.
* Der Artikel wurde in einer vereinfachten, dem Hochdeutschen angepassten Version des donaubairisch-heanzischem Dialekts verfasst.
„ WIR WOLLEN REICH SEIN UND IM AUSLAND LEBEN!“
Die Abwanderung der Arbeitssuchenden hat auch die ungarndeutschen Dörfer dezimiert(„ Gazdagok szeretnénk lenni és külföldön élni!” – A munka miatti elvándorlás megtizedelte a sváb falvakat is)
Ein Artikel von Robert Balogh; erstmalig erschienen am 10. 12. 2021 beim unabhängigen regionalen Internetportal szabadpecs. hu; entstanden im Rahmen der Medienkooperation „ Helyi Járat“ von sechs regierungskritischen Zeitungsredaktionen( Átlátszó, Mérce, Magyar Hang, G7, Szabad Pécs, Partizán) Deutsche Übersetzung: Armin Stein
Teil 4 „ Ich habe mich immer zwischen den Welten gefühlt.”
Anita Glass( Poch) verbrachte die meiste Zeit ihrer Kindheit in Wemend. Ihre Familie zog nach Fünfkirchen, als sie die Oberstufe besuchte, und nach ihrem Universitätsabschluss 1995 zog sie nach Deutschland und heiratete. Sie kam mit einem frisch abgeschlossenen Studium nach Deutschland, begann dort ihr Erwachsenenleben, lebt noch heute dort und leitet ein kleines Unternehmen.
Wie typisch ist Ihr Schicksal? Dass Sie aus Wemend weggezogen sind?
Als ich in der Oberstufe war, lebten wir in Fünfkirchen. Mein Vater hat immer in Fünfkirchen gearbeitet, aber das Pendeln mit dem Zug hat ihn jeden Tag zweieinhalb Stunden gekostet. Er hat kaum Zeit mit uns verbracht. Als meine Schwester in das Klára-Leőwey-Gymnasium in Fünfkirchen aufgenommen wurde, zogen wir um. Dies war zu dieser Zeit nicht üblich. Wemend war zu kommunistischen Zeiten ein gut entwickeltes Dorf, es gab viele Arbeitsplätze, eine gut geführte LPG- man könnte sagen, es war ein attraktives Dorf.
Sind Sie nach dem Umzug mit dem Dorf in Kontakt geblieben?
Ja, wir sind oft zurückgefahren, um Verwandte und Freunde zu besuchen. Meine Eltern waren sehr stark in das kulturelle Leben des Dorfes eingebunden. Sie waren beide im Chor, mein Vater in der Tanzgruppe. Es gab eine schwäbische ‚ Elite‘, die sich auch als Freunde traf, sie sprachen ziemlich viel Deutsch, man könnte sagen, sie waren vom gleichen Blut. Es war ein großer Einschnitt in ihrem Leben, als dies unterbrochen wurde.
Wenn Sie heute aus Deutschland nach Wemend kommen, haben Sie dann noch Freunde und Verwandte die Sie auf der Straße grüßen?
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