´ s Dorfblattl Haiming
Neidgesellschaft
Wie in der Sitzung des Gemeinderates im Mai zu hören war, bzw. bereits im Narrenblattl bei der Fasnacht kolportiert, gibt es unter den Landwirten im Gemeindegebiet gelinde gesagt „ Unstimmigkeiten“. Auf die Frage einer Gemeinderätin, ob der Bürgermeister nicht als Mediator auftreten wolle – kam zur Antwort: „ Zwecklos!“ Zwischen den Streitparteien wurde bereits mehrmals zu vermitteln versucht, jedoch ohne Erfolg. Leider musste auch schon die Exekutive tätig werden, da Anzeigen vorlagen. Versuche ich als Außenstehender die Ursachen zu ergründen – ich finde keine. Viele Bürger, so auch ich, denken an Neid. Das schlechte Gefühl, das man hat, wenn andere etwas haben, das man selbst gerne hätte.
Ja, es tut mir Leid, eine andere Erklärung finde ich dafür nicht. Jeder arbeitet so viel er kann, so manch einer vielleicht zu viel. Als Konsument danke ich es den heimischen Bauern, indem ich beim einen die heimischen Kartoffel, bei einem anderen Bauern Eier und wieder beim anderen Getreide, Äpfel und vieles mehr kaufe. Ich bin stolz auf unsere Landwirte, die mich täglich mit frischen Waren versorgen. Wenn ein Maurer zum Schlosser geht um ein Baustahleisen zu kaufen, wird der Schlosser wohl auch zum Maurer gehen um Betonarbeiten durchführen zu lassen. Warum funktioniert das in der heimischen Landwirtschaft nicht? Dass nicht jeder mit jedem kann, zieht sich abertausende Mal durch die Geschichte. Ein Vorschlag meinerseits – Versuchen wir unser Leben nach einem der neuen 10 Gebote von Ebon Musings auszurichten:
Behandle deine Mitmenschen, |
andere Lebewesen und die Welt |
im Allgemeinen mit Liebe, Ehrlichkeit |
, |
Zuverlässigkeit |
und |
Respekt. |
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Bernd Kapeller
LESERBRIEFE UND NEUIGKEITEN
AN DAS DORFBLATTL
Betreff: Leserbrief des Helmut Strigl( Baugründe im Forchet)
Helmut Strigl scheint über die Ansinnen der Bürgerinitiative zur Erhaltung unseres Naherholungsgebietes Forchetwald nicht informiert zu sein und den Wert des Nadelwaldes allgemein deutlich zu unterschätzen. Die Bürgerinitiative hat nie Bauland auf Äckern oder Feldern solchen im Forchet vorgezogen, sondern fordert sorg- und sparsamsten Umgang mit jedem Quadratmeter Bauland. Ich meine, dass die Zeit für den Bau von Einfamilienhäusern in Tirol längst abgelaufen sein müsste, weil dafür der Platz nun einfach nicht mehr da ist und wir für kommende Generationen große Verantwortung tragen, besonders in Bezug auf die Erhaltung unserer Natur. Der Wald spielt eine unverzichtbare Rolle für den Klimaschutz, Wasserkreislauf, beherbergt eine unschätzbare Zahl von Tier- und Pflanzenarten, ist Lärm- und Staubfilter, CO 2
-Senker und nicht zuletzt Erholungsraum für eine immer größer werdende Zahl von Menschen. Ein Hektar Nadelwald erzeugt pro Jahr 30 Tonnen Sauerstoff, ein Mensch verbraucht pro Jahr 330 kg, ein Auto verbrennt pro 100 Liter Treibstoff 350 kg Sauerstoff. Wirtschaftliches Ertragsdenken finde ich hier nicht zeitgemäß, die Erhaltung des Waldes aber für lebensnotwendig.
Gertrud Breu
Leserbrief zur letzten Dorfblattl-Ausgabe – Berichte der „ Elschter“ und „ Triller und Flöthe“:
### NEWS ### NEWS ###
• In Kürze erfolgt die Entscheidung über die endgültige Vorgangsweise bezüglich Glasfaserausbau.
• Die Sanierung der Alten Bundesstraße sollte bis Mitte August abgeschlossen sein, danach erfolgt die Straßensanierung rund um das Gemeindezentrum.
• Mit Claudia Kapeller gibt es eine neue Standesbeamtin.
• Die Räumlichkeiten des Sozial- und Gesundheitssprengels werden noch heuer erweitert.
• Im Bereich Magerbach und im Bereich Kreuzstraße gilt seit Mitte Juli eine 30 km / h-Verordnung.
Seite 2 Sommer 2016
Haiming einmal anders sehen
Haiming ist anders. Deshalb fühlen wir Hunde uns auch so wohl, und das im ganzen Gemeindegebiet. Hier dürfen wir herumstreunen, uns so richtig austollen, auf Spaziergänger, Nordic Walker, Läufer und Radsportler losgehen, wann immer wir Lust dazu haben. Es ist einfach herrlich, ein besonderes Gefühl der Freiheit, OHNE Leine. Ich und mein“ Herrl“ wissen natürlich von der Leinenpflicht. Aber wen kümmert es? Niemanden!!! Außer vielleicht eben diese bereits erwähnten Personen von vorher. Da muss sich doch mein Besitzer immer wieder anhören. „ Bitte leinen Sie ihren Hund an. Ich fühle mich nicht wohl und habe auch Angst, wenn ihr Hund mich anbellt!“ Also bitte … ANGST, vor uns nicht angeleinten Hunden!!! Dass ich nicht lache. WIR TUN DOCH NICHTS. WIR SIND SO BRAV. Das bisschen Gekläffe und teilweise Anspringen gehört doch zu unserer Natur. Und was ich schon lange mal loswerden wollte: „ Ihr verweichlichten Hunde, die immer brav beim Spazierengehen im Gemeindegebiet, besonders im Wald, von euren Besitzern angeleint werdet, ihr seid ja zum Totlachen …… Habt ihr es immer noch nicht geschnallt! Haiming ist anders!! Da sch …. man auf das Gesetz, ist ja eh keiner da, der es kontrolliert!“
Barbara Volgger
In der Dezember-Ausgabe las ich, dass sich das Dorfblattl nicht mit gemeindepolitischer Berichterstattung befassen sondern sich auf neutrale Berichterstattung konzentrieren soll bzw. muss. Dies ist von der Redaktion des Dorfblattls zur Kenntnis zu nehmen. Manche Entscheidungen unseres Gemeinderates decken sich nicht immer zu 100 % mit meiner Meinung, dennoch bin ich Demokrat genug, diese zur Kenntnis zu nehmen und auch mitzutragen. Zudem haben die Gemeindebürger im Februar des heurigen Jahres sprichwörtlich ihre Wahl getroffen und die Volksvertreter für die kommenden sechs Jahre bestimmt. Auch ist ein Vergleich mit dem republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump bzw. dessen Wahlkampf wohl hoffentlich ironisch zu verstehen, lieber Triller und Flöthe – was mich zum eigentlichen Thema bringt … Das Impressum ist die Offenlegungspflicht der Verantwortlichkeiten nach dem Mediengesetz( MedG). Deshalb ist jeder Bericht des Dorfblattls mit einer Autorenkennzeichnung versehen, bis auf die beiden Kolumnen der „ Elschter“ und „ Triller & Flöthe“. Eine Meinung zu haben ist eine Sache – zu dieser Meinung auch öffentlich zu stehen ist scheinbar eine andere. Ich wünsche mir für unsere Gemeinde ein offenes, tolerantes Miteinander und ein positives Gesprächsklima, das es möglich macht, auch andere Meinungen nicht nur gelten zu lassen, sondern sie auch zu schätzen – ohne den Deckmantel eines Pseudonyms.
Julian Kapeller
I M P R E S S U M
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