Folgende Aufgaben stehen dabei im Vordergrund:
• Information über das Gebiet und seine Besonderheiten,
• Lenkung von Besucherströmen durch ein Angebot von Wanderwegen, Beobachtungsmöglichkeiten und Führungen,
• Sensibilisierung der Besucher und Anwohner für die Ziele des Nationalparks,
• Vermittlung von Wissen, insbesondere über ökologische Zusammenhänge.
Dazu muss ein System zur Besucherlenkung,-betreuung und-information entwickelt werden, das aus folgenden Elementen besteht:
• mindestens ein Jugendwaldheim für die Kinder- und Jugendarbeit( vgl. Kap. 6.3.2),
• ein hochqualifizierter Nationalparkdienst( vgl. Anlage 7),
• Informationsstellen( vgl. Kap. 6.3.3.4),
• Eingangsbereiche( vgl. Kap. 6.3.3.4),
• ein Wegesystem mit Besuchereinrichtungen( Aussichtspunkte, Beobachtungseinrichtungen, Beschilderung, etc.)( vgl. Kap. 6.3.3.1 u. 6.3.3.4),
• Informationstafeln( vgl. Kap. 6.3.3.4),
• Informationsmaterial( Faltblätter, Wanderführer, Broschüren etc.),
• Rad- und Wanderkarten, die einer ständigen inhaltlichen Aktualisierung unterliegen.
Das System der Besucherlenkung,-betreuung und-information einschließlich der Palette der touristischen Angebote ist fortlaufend hinsichtlich seiner Funktionsfähigkeit und Effizienz sowie vor dem Hintergrund des Schutzzweckes zu prüfen und im Bedarfsfall zu modifizieren bzw. maßvoll zu ergänzen und weiter zu entwickeln. Dies ist die gemeinsame Aufgabe der Landkreise, der Gemeinden, der Privatanbieter und des Nationalparkamtes. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Zweckverband der Müritz-Nationalpark-Anliegergemeinden zu, um die gemeindlichen Aktivitäten zu koordinieren.
6.3.1 Information und Öffentlichkeitsarbeit
Durch Öffentlichkeitsarbeit und Bereitstellung von Informationen sollen möglichst viele Menschen über die Ziele des Nationalparks und über die Arbeit des Nationalparkamtes Kenntnis erhalten. Dabei ist durch hohe Transparenz das Vertrauen und Interesse für diese Ziele bei Einheimischen und Gästen zu erhöhen.
Öffentlichkeitsarbeit ist eine Querschnittsaufgabe, die alle Mitarbeiter des Nationalparkamtes betrifft. Ziel ist es dabei, die Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft nach innen und außen zu erhöhen. Darüber hinaus ist Öffentlichkeitsarbeit die Grundlage für den Bildungsauftrag des Nationalparks und notwendiger Bestandteil der Besucherlenkung( vgl. 6.3.2 u. 6.3.3).
Zur Vermittlung von Informationen kommen je nach Zielgruppe und Botschaft alle Medien in Betracht. Insbesondere moderne Medien und das Internet ermöglichen es, Informationen schnell und breit zu streuen, die Informationen original zu verwenden und von einseitiger Information zum Dialog zu kommen. Voraussetzung ist allerdings die notwendige technische Ausstattung der Verwaltung und eine gut strukturierte und organisierte Öffentlichkeitsarbeit.
Folgende Formen gehören zum Standard der Informationsund Öffentlichkeitsarbeit. Sie sind jeweils an die Erfordernisse der Zielgruppen, an die Zeit und den Stand der Technik anzupassen und ggf. zu erweitern:
• Betreuung vor Ort durch den Nationalparkdienst,
• Führungen und Exkursionen,
• Informationseinrichtungen, Ausstellungen,
• Informationstafeln im Gelände,
• Publikationen( Faltblätter, Broschüren, Poster, Nationalparkzeitung u. s. w.),
• Fachvorträge und Diskussionsrunden,
• Tagungen, Seminare, Workshops,
• Projekttage für Schulen, Schüler-Arbeitsgemeinschaften,
• Nationalparktage,
• Aktionsstände, Beteiligung an Dorffesten,
• Beteiligung am Europäischen Tag der Parke,
• Beteiligung an Messen,
• Werbung, Marketing,
• Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden,
• Bürgerversammlungen,
• Beratung, Beantwortung von Anfragen,
• Hauswurfsendungen,
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