gekaufter Ware macht und rücksichtslos aussaugt oder als überflüssig ausspuckt.
Der jetzige Stand der Technik erlaubt in den richtigen Händen ihren segensreichen Einsatz. Drastische Arbeitszeitverkürzungen könnten vorhandene Arbeit gleichmäßig verteilen. Freigesetzte Arbeiter könnten in Zusammenhang mit einem bedingungslosen Grundeinkommen in ihren Firmen neue Anwendungen und Produkte entwickeln helfen, die tatsächlich gebraucht werden, ressourcenschonend her stellbar und wirklich nützlich sind. Sie wären von dem Zwang zu befreien, in gnadenloser Konkurrenz sinnfreie oder schädliche Produkte, zum Beispiel Militärgüter, herzustellen, oder für die mit einem riesigen teuren Reklameaufwand künstliche Bedürfnisse erzeugt werden müssen.
Wie schon aufgezeigt: Wir leben noch in einer bis zum Äußersten hochgezüchteten Klassengesellschaft, in der alle Produktion, aller Technikeinsatz, alle Erfindungen des menschlichen Geistes allein den Profitinteressen der Besitzer der kapitalisierten Produktionsfaktoren zu dienen haben – ohne Rücksicht auf Umwelt und Klima, auf die Menschen, ihre Natur und Bedürfnisse und ihr Lebens- und Existenzrecht.
Tendenzieller Fall der Profitrate und Ende der Klassengesellschaft
Aber, ohne irgendwelchen illusionären Utopien und Wunschdenken nachzulaufen, die Zeit der Ausbeutungs- und Klassengesellschaft, heute in ihrer höchsten Form eines monopolistischen Finanzkapitalismus, läuft objektiv ab. Die Epoche der Menschheitsgeschichte, die vor ca. 5000 Jahren in ersten zivilisierten Staaten einsetzte, geht momentan an ihrem eigenen System zugrunde:
1. Der Technik- und Robotereinsatz und die Durchrationalisierung heutiger Produktion ist reiner Selbstzweck unter dem Zwang, Kapital zu verwerten. Dabei werden die notwendigen technischen Investitionen immer kostspieliger und langfristig sowie risikomäßig immer unkalkulierbarer. Die Menschen, die in der Produktion als einziger Produktionsfaktor Mehrwert erzeugen und damit Gewinn generieren können, werden immer weniger. Marx analysierte das als den tendenziellen Fall der Profitrate, und er hatte recht. 2. Ohne Menschen, nur mit Maschinen und Robotern, klappt der Kapitalismus auch aus einem anderen Grund nicht mehr. Kapital vermehrt sich in einem Kreislauf von Produktion und Distribution, von Herstellung der Waren und ihrem Verkauf auf Märkten. Diese Märkte sind – über den Zwischenschritt von Investitionsgütermärkten – Konsumgütermärkte von Endverbrauchern, die aber zunehmend im Zuge wachsender und hundertmillionenfacher weltweiter Arbeitslosigkeit und fehlender Kaufkraft ausbleiben. Wer verhindert, dass Menschen als Lohnarbeiter Geld verdienen können bzw. ihnen möglichst nur das Existenzminimum zahlt, wird sie auch nicht als Konsumenten von Waren wiederfinden. Die kapitalistischen Unternehmer werden den Kreis nicht quadrieren können, dass Menschen, die weniger Geld zum Ausgeben haben mehr für den Konsum ausgeben können. Eine schrumpfende Wirtschaft mit immer weniger lukrativen Investitionsmöglichkeiten und einem an Finanzspielhöllen, Börsen genannt, in „ Finanzprodukten“ untereinander verzockten, unproduktiven, ungeheuren Reichtum bei gleichzeitigen Negativzinsen ist das Ende dieser Wirtschaftsweise!
3. Der Stand der heutigen Zwangswachstumswirtschaft kann nur weltwirtschaft-
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