zu werden, so fragt man sich, ob man wirklich einen
sachlichen Reisebericht in den Händen hält.
Wenn man darüber hinwegzusehen vermag, ist
„Kim & Struppi“ kurzweilige Unterhaltung, die einen
Einblick in ein Land ermöglicht, von dem man sonst nur
in negativen Medienberichten hört. Es bleibt jedoch bei
dem Einblick – letztendlich vermag Eiserts Reisebericht
nämlich nur, an der Oberfläche eines faszinierenden
und verwirrenden Landes zu kratzen, beginnt er
doch die Reise schon mit einem sehr oberflächlichen
Ziel. Herauszufinden ob er es denn schafft, die
regenbogenfarbene Wasserrutsche zu finden, sei jedem
Leser selbst überlassen. Für einen tiefgründigen und
umfassenderen Einblick in Nordkorea ist es aber auf
jeden Fall empfehlenswert, sich zusätzlich mit anderer
Literatur einzudecken.
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