Festschrift Jubiläum 25 Jahre | Page 26

auch Ödeme. Nach 2 Stunden im Aufwachraum wird der Patient zurück in sein Zimmer geschoben. Seine schönsten Erlebnisse sind, wenn eine Operation gut verläuft und der Patient sich schnell wohl und besser fühlt. Eine Notfalloperation läuft fast genauso ab wie eine normale Operation, es kann aber auch sein, dass eine Notfalloperation außerhalb des Operationssaals ausgeführt werden muss, z.B. wenn ein Patienten auf seinem Zimmer keine Luft mehr bekommt. In diesem Fall wird eine Notfalltracheotomie ausgeführt. Bei diesem Vorgang wird dem Patient mit einem Skalpell der Hals unterhalb vom Kehlkopf aufgeschnitten. Dann wird mit einer Schere die Luftröhre geöffnet, damit ein Sauerstoffschlauch in die Luftröhre geschoben werden kann. Nach dem Interview durften wir mit einer Begleitperson bei einer Operation zuschauen. Wir mussten davor in einen Umkleideraum in dem sich auch die Chirurgen umkleiden. Auch wir mussten uns bis zur Unterwäsche entkleiden und Operationskleidung anziehen, d.h. einen grünen Operationskittel, Schuhe, Mundschutz und eine Kopfbedeckung. Nachdem wir unsere Hände drei Minuten gewaschen und desinfiziert hatten, durften wir den Operationssaal betreten und bei einer Operation zuschauen. Dies war für uns beide ein besonderes Erlebnis. Dr. Peters erzählte uns auch, was seine schönsten und was seine schlimmsten Erlebnisse bei einer Operation gewesen sind. Zu seinen schlimmsten Erlebnissen zählte eine Tracheotomie, die er bei einer komplizierten Operation ausführen musste. Leo Konrad und Tobias Lieder (beide Klasse 11) lassen uns an ihrer Faszination für Medizin teilhaben. ZeitDruck | universitätsklinikum tübingen 26