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Erst einer, dann zwei, dann drei, dann vier – schnell gibt‘ s nen Schwarm im Tauchrevier. Und alle haben Hunger ohne Ende
Jahren immer wieder in im südöstlichen Mittelmeer gesehenen Indischen Rotfeuerfische. Meeresforscher sind sicher, dass die Art( Pterois miles) durch die Schleusen des Suezkanal ins Europäische Hausmeer gelangt ist.
Was im ersten Moment wie ein hübscher Bonus für das Tauchen im Mittelmeer klingen mag, könnte sich allerdings am Ende als fatal erweisen. Die Anrainerstaaten der Karibik können ein Lied davon singen.
Im Karibischen Binnenmeer haben sich die Rotfeuerfische zu einer Gefahr für das Ökosystem entwickelt. Das Problem ist vielschichtig: Sie haben dort so gut wie keine natürlichen Feinde und vermehren sich daher ungehemmt und in großer Zahl – und haben alle einen schier unstillbaren Hunger. Kostverächter sind Rotfeuerfische nicht; geschluckt wird, was nicht beizeiten die Flucht ergriffen hat und gerade noch so irgendwie ins weit aufgerissene Maul passt.
Wie prekär das werden kann, zeigt der Umstand, dass in der Karibik – etwa in Curacao – die Unterwasserjagd auf Rotfeuerfische gesetzlich erlaubt ist. Motto: je mehr davon rausgeholt werden, umso besser. Angenommen wird, dass in der Küstenregion Florida die ersten Rotfeuerfische im Westatlantik aus einem Aquarium entwichen sind. Ob es so
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