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Neun Uhr morgens in einem der schönsten Örtchen an der gesamten Costa Brava, in Tamariu. Der eine oder die andere sitzt bereits am „ Boulevard“, palavern, lesen die Tageszeitung El Pais, schlürfen einen Americano – wie hierzulande der normale schwarze Kaffee heißt oder blicken einfach aufs Meer, wo die ersten Schwimmer ihre Runden drehen. Ansonsten
alles noch recht verschlafen! Nur ganz hinten im Eck der etwa 180 Meter langen Uferpromenade tut sich was: schwarze Gestalten sind am Rumwuseln, bei den Stollis bereitet man sich auf den bevorstehenden Tauchgang vor und jeder rödelt sein Zeugs zusammen. Fast alles wie schon vor über fuffzig Jahren. Die Räumlichkeiten der Basis sind klein – aber mit Ordnung alles kein Problem. Und bei maximal zehn Tauchern auf dem Schiff gleich gar nicht. Ganz im Gegenteil: helfende Hände beim Anziehen der zweiten Haut oder beim Tauchgerät sind sofort zur Stelle.
„ Hei – basse jetz mol alle uff, Brifing“– Tauch- Cheffe Stefan Felz erklärt den ersten Tauchgang heute – uff Pfälzisch. Geplant ist Cala Nova oder die Canyones, wie die fünf nebeneinander liegenden, schmalen Riffe genannt werden. Dazwischen liegen tiefe Canyons – und vorab: sie sind der absolute Hammer, was den Bewuchs von farbwechselnden Gorgonien betrifft. Deshalb funkeln auch die Äuglein derer, die den Spot bereits kennen und von dem man nie zu viel bekommen kann. Er macht schlichtweg süchtig.
Anja, die charmante Chefin und Eheweib von Stefan, teilt noch die Gruppen ein und los geht’ s. Fertig angezogen, die „ Buddel“ schon auf`m Rücken, dappelt man zur „ Gabriela“, dem schon legendären Tauchkutter, der bereits an der Pier liegt. Es sind nur etwa 40 Meter zu Fuß, kein großes Gelaufe mit Kreuz verbiegen. Wir werden von einem erwartet, den man glatt unter „ der alte Mann und das
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