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JH : Ja , das ist richtig . Das Receivables Management ist in Summe eine Lösungssuite für die Optimierung und Steuerung des Working Capital . Im Receivables Management erfolgt im Credit Management die Kalkulation des Kreditlimits und die Bewertung der Bonität eines Geschäftspartners via Scoring mit Hilfe von Formeln auf Basis des Zahlungsverhaltens sowie externen Ratings und Marktdaten . Alle Sicherheiten und Warenkreditversicherungen werden dort bewertet und verwaltet . Das Credit Management wiederum steuert adaptiv den Prozess des Forderungsmanagements und triggert Aktivitäten . Ereignisse und Events im Prozess wie z . B . Bonitätsveränderungen , geänderte Ratings am Finanzmarkt können – je nach Integration und Setup – eine Adaption von automatisch gesteuerten Aktivitäten zur Absicherung des Geschäfts z . B . proaktive Kommunikationsaktivitäten über die Vertriebsorganisation , die Anforderung von Anzahlungen , Erhöhung der Warenkreditversicherung und Umlegung via Stückpreise etc . auslösen . Mit Klärungsfällen im Dispute Management werden alle Aktivitäten und Interaktionen regelbasiert dokumentiert , synchronisiert und gesteuert . Aktives Working Capital Management kann keine Insel sein . Aktivitäten und Interaktionen diverser Beteiligter und Organisationen im Unternehmen als auch extern müssen gut orchestriert werden . Mit der Liquiditätsplanung werden die Erfüllung von Verbindlichkeiten und das Einbringen von Forderungen , der Einsatz von Finanzinstrumenten und Cashpools proaktiv geplant und adaptiv unter Ausnutzung aller möglichen Zahlungsziele , Zahlungswege und
Zahlungsbedingungen gemäß Vertrag optimiert .
DCM : Die Bewertung der Geschäftspartner erfolgt doch im Credit Management . Wie hängt das mit der Liquiditätsplanung zusammen ? JH : Die Liquiditätsplanung ist eng mit dem Credit Management verzahnt . Beide Lösungen ermöglichen eine realistische Liquiditätsvorschau in Echtzeit . Der Liquiditätsbestand kann als Cash Forecast mit einem Horizont von bis zu 13 Wochen adaptiv prognostiziert werden . Besser geht es nicht .
DCM : Wenn wir alle Punkte zusammenfassen – was ermöglicht die Lösung im SAP ? JH : Receivables Management in Integration mit Cash Management ermöglicht abgesichertes , profitables und nachhaltiges Geschäft sowie dessen proaktive Entwicklung . Von der Bewertung der Geschäftspartner über die Absicherung , die Finanzierung des Geschäfts über die aktive Nutzung aller verfügbaren Informationen für eine adaptive Vorausschau , Planung und Steuerung der Liquidität bis zum Reporting gemäß den gesetzlichen Vorgaben sind alle Tools und Features im Paket enthalten .
DCM : Wie nutzen Kunden dieses Potential ? JH : Meine Erfahrung zeigt , dass viele Kunden am falschen Ende sparen . Oder einfach schlecht informiert sind , nicht fachlich und fundiert bewerten , was implementiert wird . Die auf den ersten Blick günstigere Lösung gewinnt oft . Geiz ist leider auch bei Geschäftslösungen groß in Mode .
DCM : Wie können Kunden bessere Entscheidungen ermöglichen ? JH : Ganz einfach . Rechtzeitig und gemeinsam mit erfahrenen Experten eine Studie beginnen . Die bestmögliche Lösung unter Nutzung der auf Kundenseite vorhandenen Ausgangsbedingungen und eine klare und abgestimmte Roadmap sind essentiell für jeglichen Erfolg und Nutzen für den Kunden .
DCM : Wie hoch sind die Lizenzkosten für diese Lösung ? JH : Mit dem sogenannten „ basic “ Cash Management können SAP-Kunden ohne zusätzliche Lizensierung Banken und Hausbanken verwalten , Bankkonten mithilfe der neue Bankkontostammdaten verwalten sowie die Eröffnung , Änderung und Auflösung sowie Prüfprozesse für Bankkonten unterstützen . Auch Finanzoperationsaufgaben wie die Überwachung von Tagesfinanzstatus , das Tätigen von Überweisungen , Genehmigungs- / Freigabeprozesse von Zahlungen etc . können abgebildet und durchgeführt werden .
DCM : Wie unterstützen Sie Kunden in diesem Themenfeld konkret ? JH : Wir analysieren und bewerten die Situation und Anforderungen des Kunden , zeigen mögliche Lösungswege und erstellen auf unserer Erfahrung basierend maßgeschneiderte Grobkonzepte und führen Vorstudien mit den Kunden durch . Unsere Erfahrung haben wir in Lösungspaketen gebündelt und stellen diese Kunden für eine schnelle und erfolgreiche aber auch nachhaltige Umsetzung zur Verfügung .
DCM : Im Juni werden Sie im Working Capital Management Symposium das Working Capital Management auf Basis von SAP Receivables und Cash Management vorstellen . Wie haben Sie Ihren Vortrag geplant ? JH : Da wir alle in den vergangenen zwölf Monaten genügend Online-Events beigewohnt haben und ein gewisser Überfluss an Informationen im Fachpublikum besteht , werde ich die Teilnehmer bzw . unsere Mitglieder nicht mit zu vielen Details und Folien „ überlasten “. Es ist mir wichtig , den Ansatz und den Benefit der Gesamtlösung darzustellen .
John Harmath
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