Bücher über Interreligiöse Spiritualität, Meditation und Universaler Sufismus König Akbar und seine Tochter von Noor Inayat Khan | Page 43

gefährliche Gefangene gekennzeichnet wurden, Ziel der Aktion war es, ihre Namen und Schicksale aus den offiziellen Akten löschen zu können. Noor wurde 1944 in Dachau hingerichtet, ihre sterblichen Überreste an einem unbekannten Ort bestattet. Und wie die beiden Rotkehlchen in der Geschichte gingen Noors Bruder Vilayat und Vera Atkins, ihre Vorgesetzte bei der SOE, im Nachkriegseuropa auf die Suche nach ihr. Erst 1950 konnte Noors Schicksal durch einen Augenzeugenbericht ihrer Hinrichtung endgültig aufgeklärt werden. In der Geschichte verspricht Schneeglöckchen, einst in verwandelter Gestalt wieder zu kommen, und auch Noor kehrt heute verwandelt und in neuen Formen zu uns zurück. Als Vorbild für Freiheit und Unabhängigkeit wurde sie mit dem höchsten Orden des Vereinigten Königreiches Großbritannien, dem St. George Cross und dem französischen Croix de Guerre mit goldenem Stern ausgezeichnet, ihr Name ziert Ehrenplaketten auf Kriegsdenkmälern in England, Frankreich sowie im Konzentrationslager Dachau. Eine Bronzestatue von Noor blickt heute auf den kleinen Park im Londoner Gordon Square, wo sie als Kind spielte und wohin sie sich noch als Erwachsene häufig zum Lesen zurückzog. An ihren Heldenmut erinnern zahlreiche Bücher und Dokumentationen, sie halten Noor in den Herzen und Gedanken der wachsenden Zahl jener lebendig, die Inspiration und Hoffnung in ihrem leuchtenden Mut und ihrem ritterlichen Selbstopfer für die Freiheit finden. Mit diesem Buch hoffen wir, der Rose ihres Gedenkens ein neues Blatt hinzuzufügen. Tiefe Dankbarkeit schulden wir der kürzlich verstorbenen Claire Ray Harper, die die Geschichten ihrer Schwester aufbewahrte, Claires Sohn David Ray Harper, der ihrer Veröffentlichung zustimmte, sowie Noors einzig überlebendem Bruder Hidayat Inayat Khan und ihrem Neffen Pir Zia Inayat-Khan, die ebenfalls ihre Erlaubnis für die Veröffentlichung dieser Werke gaben. Großer Dank geht auch an Lisa Lillydahl Conley, George Naughton, und ganz besonders an David Ray Harper für ihre hilfreiche Unterstützung bei den Korrekturen und den Übersetzungen vom Französischen ins Englische. Alle Fehler in der Übersetzung oder in den Originaltexten liegen in meiner Verantwortung. Sandra Lillydahl 159