Armaturen Welt April 2026 | Page 24

Armaturen Welt | Automation
Automatisierung wird immer schneller, zielgerichteter und vorausschauender

KI als Hebel gegen den Fachkräftemangel

Durch Echtzeit-Prozessüberwachung wandelt sich die Automatisierung von reaktiven Abläufen hin zu datengesteuerter, vorausschauender Automatisierung. Quelle: Rockwell Automation
Der Impuls der Digitalisierung für die Automatisierung ist erheblich: Sie macht Automatisierung nicht nur schneller, sondern zielgerichteter und vorausschauender – weg von reiner Reaktion hin zu zustands- und datenbasierten Entscheidungen. Die Digitalisierung verändert auch Armaturen grundlegend: „ Von passiven Komponenten zu proaktiven Informationsquellen“, erläutert Vincenzo Monaco, Sales Director DACH Region & Managing Director bei Rockwell Automation. Es geht um Verfügbarkeit, Qualitätskonsistenz und die Kompensation fehlender Arbeitskräfte. Entsprechend groß ist der Bedarf an Automatisierung.
Vincenzo Monaco von Rockwell Automation sieht derzeit eine robuste Nachfrage im Bereich Life Sciences und Pharma: „ Hohe Anforderungen an Präzision, Validierung und die umfassende und lückenlose Dokumentationspflichten in dieser Branche erfordern hochautomatisierte Prozesse.“ In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie treibe vor allem der Arbeitskräftemangel die Automatisierung massiv voran, insbesondere bei repetitiven Tätigkeiten. Laut dem Jahresbericht von Rockwell zum Stand industrieller Fertigung implementieren 41 Prozent der Hersteller aktuell KI- und ML- Technologien sowie verstärkte Automatisierung, um Qualifikationsdefizite und Fachkräftemangel zu bewältigen. Auch die Batterie- und E-Mobilitätsbranche zeigt starke Nachfrage, da neue Produktionskapazitäten häufig direkt hochautomatisiert geplant werden, um eine Qualitätskonsistenz zu erzielen und den Ausschuss zu minimieren. Gleiches gilt für die Logistik, hier steigt durch den E-Commerce-Boom der Bedarf an skalierbaren Automatisierungslösungen durch den Druck auf Durchsatz und Zuverlässigkeit.
Installationsbasis ist bei Armaturen heterogen Wirtschaftlicher Druck kann tatsächlich ein Katalysator sein, „ allerdings muss man das differenziert betrachten“, sagt Vincenzo Monaco. Unternehmen, die bereits gut aufgestellt sind, nutzen schwierigere Phasen durchaus für Modernisierungen und Effizienzprogramme. „ Die Vorteile liegen auf der Hand: Automatisierung schafft planbare Betriebskosten, sorgt für Qualitätskonstanz und reduziert damit Ausschuss. Außerdem ermöglicht sie eine datenbasierte Optimierung, um Einsparpotenziale sichtbar zu machen, und sie bietet Flexibilität bei Produktwechseln.“ Gleichzeitigt bleibe die Initialinvestition eine Hürde. „ In Zeiten mit Liquiditätsengpässen werden Projekte eher verschoben. Umso wichtiger ist daher, dass der Return on Investment klar darstellbar ist.“ Bei Armaturen sieht der Rockwell- Experte mehrere Herausforderungen. Eine wesentliche ist die heterogene Installationsbasis. „ Viele Anlagen haben Armaturen unterschiedlicher Hersteller und Generationen im Einsatz
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