Η Ελλάδα στο Μόναχο - Μάρτιος 2017 τευχίδιο τελικό για Μόναχο 2017 ohne schueler und | Page 94
Die Bavaria – Symbolgestalt und Patronin Bayerns. Mit Tunika und Bärenfell bekleidet umfasst die
rechte Hand das Schwert. Der linke Arm streckt einen Siegeskranz in die Höhe, der den
Berühmtheiten in der Ruhmeshalle gilt. Der Löwe, Wappentier der Wittelsbacher, sitzt schützend
neben ihr.
Vor der Ruhmeshalle befindet sich die monumentale Bronzestatue der Bavaria, der Patronin
von Bayern. Die Bavaria ist seit der Antike die erste Kolossalstatue, die ganz aus gegossener
Bronze angefertigt wurde. Sie war und ist eine technische Meisterleistung.
Die Bavaria wurde im Auftrag von König Ludwig I. in den Jahren 1843 bis 1850 gegossen und
aufgestellt. Sie steht in baulicher Einheit mit der Ruhmeshalle. 1837 wurde der Vertrag über die
Herstellung der Bavaria zwischen Ludwig I., Leo von Klenze, dem Bildhauer Ludwig
Schwanthaler und den Erzgießern Johann Baptist Stiglmaier und Ferdinand von
Miller unterzeichnet.
Die fast 19 Meter hohe und knapp 88 Tonnen schwere Bavaria wurde
im Bronzehohlguss hergestellt. Sie besteht aus vier Teilen: Kopf, Brust, Hüfte,
Unterteil und Löwe. Dazu kommen noch diverse Kleinteile. Die Höhe des Steinsockels beträgt
knapp 9 Meter.
Interessantes Detail: Der Kopf der Bavaria wurde aus der Bronze türkischer
Kanonen gegossen. Diese waren 1827 im griechischen Befreiungskrieg in der Seeschlacht von
Navarino (Hafenstadt Pylos, Peloponnes) mit der Flotte untergegangen. Der griechische
König Otto I., Sohn von Ludwig I., ließ die Kanonen aus den Schiffswracks heben und
verkaufen, etliche davon gelangten auch nach Bayern.
Als während des Oktoberfestes im Jahr 1850 die Bavaria festlich enthüllt wurde, brach unter
den Besuchern ein unbeschreiblicher Jubel aus. Der Festakt wurde zu einer Huldigungsfeier für
den, zwei Jahre zuvor zurückgetretenen Ludwig I., eine große Versöhnungsfeier mit dem Ex-
König. Allmählich wurde den Münchnern bewusst, was Ludwig für die Stadt geleistet hatte.
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