ZFG Durchhalten trotz Corona-Krise - Page 31

Was fehlt Kindern in der aktuellen Situation? • kein oder nur eingeschränkter Kontakt zu weiteren Bezugs- personen, z. B. Großeltern, getrenntlebende Elternteile, Freundinnen und Freunde Welche Perspektiven gibt es? K = kurzfristig, M = mittelfristig, L = langfristig K: Kontakthalten über Videochat/Anrufe; entwickeln sie gemeinsam Ideen, wie der Kontakt zum Freundeskreis und Familie aufrechterhalten werden kann M: aneinander denken (z. B. Briefe schreiben und per Post schicken; Blumen- strauß vor die Tür stellen); vereinbaren, wie Kontakt verstetigt werden kann L: reales erstes Treffen planen (Wie soll das aussehen?), gemeinsame Unternehmungen verstetigen • Spielverabredungen, Sportverein, Möglichkeiten und Platz, draußen zu spielen und sich zu bewegen K: neue Sportarten/-geräte ausprobieren, alte Hobbys reaktivieren M: neue Spiele und Aktivitäten ausprobieren, um Anreize und Abwechslung zu schaffen; überlegen, was von diesen Aktivitäten verstetigt werden kann L: ggf. neue Vereinsmitgliedschaft • viele Rituale lassen sich mit der aktuellen Situation nicht verein- baren oder sind nur eingeschränkt möglich, z. B. gemeinsames Sonntagsfrühstück, Besuche, Mitfeier von Gottesdiensten K: FDVNGMSD1HST@KDLŅFKHBGRSADHADG@KSDM FFE @MO@RRDM MDTD1HST@KDjMCDM (z. B. gemeinsames Spiel am Abend mit der ganzen Familie, wobei jeden Tag ein anderer die Auswahl trifft) M: Rituale ggf. verändern oder neue entstehen lassen, weil die Kinder sich weiterentwickelt haben L: neu etablierte Rituale ggf. beibehalten • „eigene Orte“ aufgrund beengter Wohn- und Bewegungsverhältnisse K: kreative Räume schaffen für das Spiel alleine trotz Platzmangels (z. B. bekommt das Kind einen Raum für eine bestimmte Zeit) M: immer wieder aufmerksam beobachten, wie sich Kinder weiterentwickeln und wie man Ihnen (neue) Freiräume schaffen kann? L: als Eltern aushalten, dass Kinder diese Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten brauchen und nutzen sowie sie in ihrer Unabhängigkeit fördern • Gelegenheiten, in denen eigene Erfahrungen gemacht werden K: neue Möglichkeiten nutzen, z. B. Websportangebote, Internet-Tutorials M: gemeinsam überlegen: Was fördert die (Vor-)Freude? Was möchten Kinder in der Zeit „danach“ ausprobieren? L: Aussicht auf Neues wie Vereinsmitgliedschaft oder erste Aktivitäten alleine (z. B. Einkauf beim Bäcker) • beschränkt sich derzeit auf die Rückmeldungen der unmittelbaren Familienmitglieder, d. h. der Eltern und ggf. Geschwister K: als Eltern darauf achten, ausreichend zu loben, z. B. für Mitarbeit im Haushalt, die Schularbeiten oder auch, wenn Kinder in Ruhe länger gespielt haben M: Rückmeldung ggf. auch von anderen Personen wie Großeltern L: Rückmeldungen wieder von außerhalb der Familie, z. B. Lehrer/innen, Trainer/ innen, Gleichaltrige In Anlehnung an: Brazelton/Greenspan: The irreducible needs of children; Konrad/Schultheis: Kindheit; Broschüre des ZFG „Zusammen schaffen wir das!“; Puhl-Regler: Ängste von Kindern aus Soldatenfamilien. >> DURCHHALTEN TROTZ CORONA-KRISE 31