ZFG Durchhalten trotz Corona-Krise - Page 29

Was fehlt Kindern in der aktuellen Situation? • Kontakt zu weiteren Bezugs- personen, z. B. Großeltern, getrenntlebende Elternteile, Freundeskreis Welche Perspektiven gibt es? K = kurzfristig, M = mittelfristig, L = langfristig K: Kontakthalten über Videochat und Telefon M: aneinander denken (z. B. Bild malen und per Post schicken, Blumenstrauß vor die Tür stellen); vereinbaren, wie Kontakt verstetigt werden kann L: reales erstes Treffen planen (Wie soll das aussehen?), gemeinsame Unternehmungen verstetigen • Spielverabredungen, Sportverein, Möglichkeiten und Platz, draußen zu spielen K: neue Sportarten/-geräte ausprobieren, alte Hobbys reaktivieren M: neue Spiele und Aktivitäten ausprobieren, um Anreize und Abwechslung zu schaffen L: Was davon kann beibehalten werden in der Zeit „nach Corona“?, ggf. neue Vereinsmitgliedschaft • Viele Rituale lassen sich mit der aktuellen Situation nicht verein- baren oder sind nur eingeschränkt möglich, z. B. gemeinsames Sonntagsfrühstück, Gottesdienst- besuch, gewohnte Aktivitäten K: gewohnte Rituale möglichst beibehalten, ggf. anpassen (Gute-Nacht- Geschichte z. B. abwechselnd von Eltern vorlesen lassen); neue Rituale jMCDMVHDFDLDHMR@LDR2OHDK@L ADMCLHSCDQF@MYDM%@LHKHD VNADH jeden Tag ein anderer die Auswahl trifft M: Rituale ggf. verändern oder neue entstehen lassen, weil die Kinder sich weiterentwickelt haben L: neu etablierte Rituale ggf. beibehalten • „eigene Orte“ aufgrund beengter Wohn- und Bewegungsverhältnisse K: kreative Räume schaffen für das Spiel alleine trotz Platzmangels (z. B. bekommt das Kind einen Raum für eine bestimmte Zeit) M: immer wieder schauen: Wo haben sich Kinder weiterentwickelt und wie kann man ihnen (neue) Freiräume oder Anreize schaffen? L: als Eltern aushalten, dass Kinder diese Freiräume und Rückzugsmöglichkeiten brauchen und nutzen sowie sie in ihrer Unabhängigkeit fördern • Gelegenheiten, in denen eigene Erfahrungen gemacht werden K: neue Spiele zu Hause ausprobieren; ermuntern, etwas alleine zu versuchen; Gelegenheiten bieten, Dinge alleine zu versuchen; neue Möglichkeiten nutzen, z. B. Websportangebote, Kinder-Apps M: gemeinsam überlegen: Was macht (Vor-)Freude? Was möchten Kinder in der Zeit „danach“ ausprobieren? L: Aussicht auf Neues wie Vereinsmitgliedschaft oder erster Einkauf alleine • beschränkt sich derzeit auf die Rückmeldungen der unmittelbaren Familienmitglieder, d. h. der Eltern und ggf. Geschwister K: als Eltern ausreichend loben, z. B. wenn Kinder länger gespielt haben M: Rückmeldung ggf. auch von anderen Personen wie den Großeltern L: Rückmeldungen von außerhalb der Familie, z. B. Kita, Trainer, Gleichaltrige In Anlehnung an: Brazelton/Greenspan: The irreducible needs of children; Konrad/Schultheis: Kindheit; Broschüre des ZFG „Zusammen schaffen wir das!“; Puhl-Regler: Ängste von Kindern aus Soldatenfamilien. >> DURCHHALTEN TROTZ CORONA-KRISE 29