Traditionsvolksfest Mühldorf a. Inn
VolksfestMagazin
Gemeinsames Standkonzert von Stadtkapelle Mühldorf und Blaskapelle Altmühldorf Blick in die Historie der beiden Mühldorfer Musikkapellen
Es ist Tradition, dass am Eröffnungstag des Volksfestes, heuer der 28. August, die Stadtkapelle Mühldorf und die Blaskapelle Altmühldorf gemeinsam ein Standkonzert vor dem Rathaus geben. An dieser Stelle soll deshalb beiden Kapellen ein Blick in deren Vereinsgeschichte gewidmet sein. Die Gründung der heutigen Stadtkapelle im Jahr 1957 war eigentlich eine Wiedergründung. Der Verein selbst sieht in diesem Datum aber seinen Beginn, da 2007 das 50-jährige Gründungsfest gefeiert wurde.
Zünftig aufg’ spuit
Die Wiederbelebung der Kapelle wurde vom damaligen Stadtrat Martin Klingl initiiert, der den Verein in der Folge bis 1978 auch leitete. Auf ihn folgten Hans Langgartner, Alfred Leserer, Werner Hussy und Johanna Brandstetter – jetzt Holzner-, die seit 2023 die Leitung hat. Musikalisch geführt wurde die Stadtkapelle im Laufe der Jahre von den Dirigenten Franz Blatz, Max Kierner, Hans Wolferstetter, Josef Zieglgänsberger, Josef Niggl, Max Moser, Ludwig Waxenberger, Hilmar Zinke und seit 1989 von Günther Langgartner.
Wenn die 25 Musiker heuer zum Standkonzert Aufstellung nehmen, werden sie sich den Besuchern am Stadtplatz in neuem Outfit präsentieren: Die Männer in Lederhose, grüner Weste und grauer Jacke, die Damen im schwarzen Dirndl mit grüner Schürze und grüner Samtjacke. „ Uns
In komplett neuer Tracht präsentiert sich heuer die Stadtkapelle.
ist ein attraktiveres Auftreten wichtig und außerdem hoffen wir, damit auch junge Leute für die Kapelle begeistern zu können“, sagt Johanna Holzner. Für das Standkonzert haben sich die beiden Mühldorfer Blaskapellen früher jährlich abgewechselt. Mittlerweile gestalten sie den Auftritt gemeinsam und musizieren abwechselnd. „ Das letzte Stück spielen wir gemeinsam, traditionellerweise den Bayerischen Defiliermarsch“, so Günther Langgartner.
Musiker in neuem Outfit
Wechselhaft war die Geschichte der Stadtkapelle, was ihre Probenräume betrifft. Die erste Unterkunft fanden die Musiker im Saal des damaligen Gasthauses „ Huberbräu“ am Stadtplatz. Danach folgten als Probenraum das Gasthaus „ Hans Sachs“ am Stadtplatz, alte Postschule, Wenzelkeller, altes Wasserschloss, Falken-Holz-Baracke am Stadtwall, alte Oberrealschule am Kirchenplatz und die ehemalige Hausmeisterwohnung im 3. Stock des Zentralschulhauses an der Luitpoldallee. Hier hatten die Musiker auch die Möglichkeit, im Schulhof ihre Marschproben abzuhalten.
Doch damit war am 26. August 1975 Schluss: Bei Schweißarbeiten an der Heizungsanlage im Erdgeschoss brach ein Feuer aus, bei dem auch die Standarte, die die Kapelle erst sechs Jahre
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