Unser Magazin KW 15 | Page 20

20 8. April 2026

Demografischer Wandel im Bezirk

Foto: Gruber
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Direktorin Maria Theresia Luckeneder und der ehemalige Bezirksschulinspektor Helmut Kumpfmüller( 3. und 4. v. r. vorne) führten die ehemaligen Schüler durch die Räumlichkeiten.

Erinnerungen geweckt

Josef Schachner, Berta Scheuringer, Alois Selker, LAbg. a. D. Johann Hingsamer, Bezirksobmann OÖ Seniorenbund Schärding, LT-Präs. a. D. Friedrich Bernhofer, LH a. D. Dr. Josef Pühringer, Landesobmann OÖ Seniorenbund, Martina Schlöglmann, BR Mag. Franz Ebner, Landesgeschäftsführer OÖ Seniorenbund
SCHÄRDING. Nach mehr als 50 Jahren kehrten ehemalige Schüler der Knabenhauptschule Schärding an ihre alte Wirkungsstätte zurück.
Insgesamt 20 ehemalige Klassenkollegen besuchten die heutige Neue Mittelschule, wo sie von Direktorin Theresia Maia Luckeneder sowie ihrem früheren Physiklehrer und späteren Bezirksschulinspektor Helmut Kumpfmüller herzlich empfangen wurden. Bei einer gemeinsamen Führung durch das Schulgebäude wurden viele Erinnerungen an die Schulzeit wach, die hier vor 53 Jahren ihren Anfang nahm. Im Anschluss ließ die Runde den besonderen Tag im Wirtshaus „ Zur Bums’ n“ gemütlich ausklingen. Dabei wurde im „ Buch der Erinnerungen“ geblättert und so manche Anekdote aus vergangenen Tagen wieder lebendig. Unter den ehemaligen Mitschülern befand sich auch ein prominenter Name: der heutige Bürgermeister von Brunnenthal, Roland Wohlmuth.
BEZIRK SCHÄRDING. Ein Blick auf die demografische Entwicklung zeigt deutlich: Die Bevölkerung wird älter. Im Bezirk Schärding steigt der Anteil der über 60-Jährigen von derzeit 29 Prozent im Jahr 2025 auf voraussichtlich 37 Prozent im Jahr 2050. Das entspricht einem Zuwachs von rund 4.700 Personen, während die Gesamtbevölkerung im selben Zeitraum nur um etwa 800 Menschen wächst.
Diese demografische Entwicklung beeinflusst nahezu alle Bereiche von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Besonders stark sind die Auswirkungen naturgemäß in den Bereichen Soziales, Pflege und Gesundheit. Aber auch in Bereichen wie Mobilität, Nahversorgung, Tourismus, usw. bringt die alternde Bevölkerung Veränderungen mit sich. Gleichzeitig rücken – insbesondere auch für den OÖ Seniorenbund – Themen wie Altersdiskriminierung, das Bild der Senioren in der Öffentlichkeit, die Leistungen der Senioren für die Gesellschaft, ebenso wie das Thema Einsamkeit mehr in den Fokus. „ Die Generation 60 + wächst stark.
In Bereichen wie dem Ehrenamt bringt das Vorteile mit sich. Gleichzeitig sind die demografische Entwicklung und ihre Auswirkungen aber eine der großen Herausforderungen der nahen Zukunft. In Bereichen wie Pflege, Gesundheitsversorgung oder sozialer Absicherung müssen jetzt die Weichen dafür gestellt werden. Ebenso wichtig sind Angebote und Aktivitäten sowie die Interessensvertretung dieser Generation – hier sieht der OÖ Seniorenbund seine Aufgabe“, erklären Landesobmann LH a. D. Dr. Josef Pühringer und Landesgeschäftsführer BR Mag. Franz Ebner.
Im vergangenen Jahr konnten im Bezirk 297 Senioren für den OÖ Seniorenbund geworben werden. Damit zählt der OÖ Seniorenbund im Bezirk Schärding per 31. Jänner 2026 4.713 Mitglieder in 29 Ortsgruppen. Das bedeutet, dass rund 27 % der über 60-Jährigen im Bezirk Mitglied des OÖ Seniorenbundes sind. „ Fast 300 neue Mitglieder im Bezirk Schärding sind Ausdruck von Aktivität, Begeisterung und großartigem Einsatz. Je mehr Mitglieder wir haben, desto gewichtiger ist unsere Stimme. Unser Dank gilt allen fleißigen Werbern“, betonen Pühringer und Ebner.
70 JAHRE OÖ SENIORENBUND Der OÖ Seniorenbund feiert heuer sein 70-jähriges Bestehen. Gegründet wurde er am 26. Juni 1956 von Dr. Josef Ratzenböck – als „ Österreichischer Rentnerbund – Landesgruppe Oberösterreich“.

Einblicke hinter die Gefängnismauern

ANDORF, SUBEN. Eine Gruppe des Seniorenbundes Andorf besuchte am 13. März die Justizanstalt Suben und erhielt dabei interessante Einblicke in Geschichte und Gegenwart der Einrichtung.
Ursprünglich als Burg mit der Kirche St. Lamprecht vom Grafen von Formbach gegründet, entwickelte sich Suben über Jahrhunderte zu einem Kloster der Augustiner Chorherren. Nach der
Auflösung wurde die Anlage 1856 zunächst als Frauenstrafanstalt genutzt, ehe sie ab 1867 zu einem Männergefängnis umfunktioniert wurde. Im Rahmen der Führung informierte Justizwachebeamter Franz Schneiderbauer aus Andorf über Organisation, Sicherheitsabläufe und Resozialisierungsmaßnahmen. Den rund 300 Insassen stehen dabei vielfältige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen.
Mitglieder des Seniorenbundes besuchten die Justizanstalt.