The Science Of Money (In German) The Science Of Money (In German) | Page 97
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GELD
Glaubst du, dass ich naiv bin? Würdest du diejenigen, die
es absichtlich zulassen, betrogen zu werden, naiv nennen?
Mein Geschäftspartner Kantibhai sagte einmal zu mir,
dass manche Menschen meine naive Natur ausnutzten. Ich
sagte ihm, weil er mich naiv nenne, bedeute das, dass er
selbst naiv sei. Ich lasse es absichtlich zu, dass andere
Menschen mich hintergehen. Er sagte dann zu mir, dass er
so eine Bemerkung nie wieder machen werde.
Ich verstehe die Absichten des anderen, ich bin mir
darüber bewusst, wie sein Intellekt funktioniert, und so lasse
ich den armen Kerl ziehen. Ich bin hierhergekommen, um
von aller Wut, allem Stolz, aller Täuschung und aller Gier
(Kashays) frei zu werden. Ich lasse es zu, dass man mich
betrügt, um Wut, Stolz, Täuschung und Gier vorzubeugen;
und das ist der Grund, warum ich sie es wieder und wieder
tun lasse. Macht es nicht Spaß, sich absichtlich betrügen zu
lassen? Es gibt nicht viele Menschen, die sich wissentlich
betrügen lassen.
Seit frühem Alter an habe ich das Prinzip
aufrechterhalten, mich absichtlich von Menschen betrügen
zu lassen. Und trotzdem ist es nicht möglich, dass mich
jemand zum Narren hält oder mich ausnutzt.
Was passiert, wenn du wissentlich zulässt, dass
Menschen dich betrügen? Dein Verstand wird sehr kraftvoll.
Nicht einmal die Top-Anwälte haben solch einen Verstand.
Shrimad Rajchandra hat gesagt, dass man einem
Gnani mit seinem Verstand, Körper und Reichtum dienen
soll. Jemand fragte ihn, welche Verwendung ein Gnani für
den Reichtum habe. Ein Gnani hat kein Bedürfnis nach
irgendetwas auf dieser Welt.
Die Antwort darauf ist: Dort Geld zu geben, wo der
Gnani die Richtung weist, befreit vom Gordischen Knoten
der Gier. Ansonsten schwebt das Chit (innere
Aufmerksamkeit und visuelle Vorstellungskraft) eines gierigen
Menschen Leben für Leben um das Geld herum.
Einmal bat mich ein Mann, ihn von seiner Gier zu
befreien. Er sagte, dass er eine große Knolle Gier in sich
habe. Ich sagte ihm, dass Gier nichts sei, was man loswerden