Der winterliche Garten
Wann, was, wie füttern?
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24217 Schönberg • Tel. 04344/ 4111-0
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GPP - Ist das nicht fantastisch, welch bunte Vogelwelt
sich im winterlichen Garten
tummelt? Je mehr man die
Gartenvögel optimal füttert,
desto selbstverständlicher
und vertrauter nutzen sie die
Futterstellen, die wir ihnen
bieten – ein Spaß für die ganze Familie!
Essen Sie lieber gut bürgerlich,
Hausmannskost oder italienisch-mediterran? Eher fleischreich oder vegan? So sehr sich
menschliche
Ernährungsgewohnheiten nach persönlichen
Vorlieben richten, so zwingend
müssen Wildvögel das fressen,
was für sie artgerecht ist. Das
geeignete Futter ist das A und
O: Es muss zu den im Garten
vorkommenden Körner-, Weichund Beerenfressern passen.
Selbst eher scheue und seltener zu beobachtende Arten wie
Dompfaffen, Schwanzmeisen
und Grünspechte finden sich
an den Futterstellen im Garten
ein, wenn sie sich dort gegen robustere Arten, wie Kohlmeisen
und Haussperlinge, durchsetzen
können. Christine Welzhofer,
Expertin für Wildvogelfütterung aus dem bayerischen Gessertshausen, ist überzeugt:
»Entscheidend für möglichst
zahlreiche fröhliche Vogelbesuche im Hausgarten ist die
richtige Beantwortung der drei
W-Fragen: Wann, was, wie füttern?«
Galt früher die Meinung,
Wildvögel bräuchte man nur
bei Eis und Schnee zu füttern,
so raten Experten heute zur
Ganzjahresfütterung. »Zu wenig Wildblumen – und damit
auch Insekten und Wildsamen
– finden sich heute in der landwirtschaftlich geprägten Kulturlandschaft. Ackerstiefmütterchen oder eine Schlupfwespe
werden leider kaum mehr entdeckt«, beklagt Welzhofer. »Die
Vögel nehmen die Ganzjahres-
gel, die wohl genährt besser auf
das Winterwetter vorbereitet
sind. Aktuell gilt es, früh im
Herbst die Gartenvögel an ihre
Winterfutterplätze zu gewöhnen. Damit sie diese, wenn es
darauf ankommt, auch finden.«
Dabei sei Zuverlässigkeit ange-
einer erfolgreichen Wildvogelfütterung nach Arten unterschieden werden muss. Denn
nicht jede Futtermischung ist
für die hungrigen Piepmätze
gleichermaßen gut: Fettfutter
ist eine energiereiche Mischung
aus großen, weichen, von naturbelassenem Fett ummantelten
Haferflocken, ungeschwefelten
Sultaninen, Erdnüssen und Mineralien – gut für die Weichund Beerenfresser. Mischfutter
enthält zusätzlich gestreifte
(nicht etwa minderwertige weiße!) Sonnenblumenkerne.
Futterauswahl –
passend zu den
Vogelarten im Garten
Gourmetknödel sind in ihrer Zusammensetzung speziell
auf die Ernährungsbedürfnisse von Meisen abgestimmt.
Foto: GPP/Welzhofer.
fütterung als ergänzendes Futter
an – ihr natürlicher Jagdtrieb
wird dadurch nicht außer Kraft
gesetzt. Wild- und Gartenvögel
jetzt im Herbst mit Beifutter zu
versorgen, das ihren natürlichen
Speiseplan ergänzt, ist wichtig:
Zum einen kräftigt es die Zugvögel für ihren langen, zehrenden Flug in den Süden. Zum
anderen stärkt es die Standvö-
sagt, denn auch die Vögel sind
Gewohnheitstiere, die sich auf
ihre Futterstellen verlassen.
Bleiben sie leer, entstehen Versorgungslücken. Schaut man in
die Regale von Gartencentern
und Zoofachhandlungen, fällt
auf, dass das Futterangebot für
Wildvögel sich seit einigen Jahren stark ausgeweitet hat. Dies
folgt der Erkenntnis, dass bei
In dieser Rezeptur finden
Weich-, Beeren- und Körnerfresser das Passende. »Ich unterscheide immer zwischen
Billigmischungen und guten
Mischungen«, sagt die Vogelfütterungsexpertin. »Billigmischungen werden über den Preis
verkauft, was drin ist, muss
billig sein. Gut sind Futtermischungen für Gartenvögel dann,
wenn sie das enthalten, was die
Tiere benötigen, was sie überhaupt aufnehmen können und
was ihnen gut bekommt. Anders macht die Vogelfütterung
gar keinen Sinn. Am Futterplatz
liegen gebliebenes Futter ist
unnütz.« Billigrezepturen, erläutert Welzhofer, enthielten oft
Feinsaaten und ganze Getreidekörner. Das Gros der Feinsaatenfresser aber sind Zugvögel,
und die spielen am Winterfutterplatz praktisch keine Rolle.
Getreidekörner sind nichts für
Singvögel, sondern etwas für
z.B. Tauben und Fasane.
Futterplätze – zwischen
Vogelhäuschen und
Snackbar
Vögel wollen von Rivalen ungestört picken und schätzen kurze
Fluchtwege. Daher sind Futterplätze in schneller Reichweite
von schützenden Gartengehölzen passend platziert, aber in
jedem Fall sicher vor Katzen.
Um Rangeleien mit Rivalen zu
vermeiden, aber auch um einen einzelnen Futterplatz nicht
übervölkern zu lassen, sind in
großen Gärten zwei Futterplätze
besser als einer. Schon bald werden sich dann Vögel auf »ihren«
Platz konzentrieren. Meist bleiben dann jeweils die Körner-,
Weich- und Beerenfresser weitgehend unter sich, weil das Futterangebot auf sie abgestimmt
ist.
Die
Fütterungssituation
wird entspannt, wenn man den
Vögeln zum ausgestreuten Nahrungsangebot im Vogelhäuschen sogenannte Snacks ins
Geäst hängt: Vogelschmäuse,
Knödel- und Erdnussspender.
Snacks als alleinige Fütterungslösung sind speziell für Balkon
und Terrasse praktisch. Wer den
Flattermännern
schalenloses
Futter anbietet, hat immer einen
sauberen Futterplatz.
Bäume im Winter beschneiden
Winteröffnungszeiten
von 2. Januar bis 28. Februar 2015
Mo - Sa 8-13 Uhr • nachmittags geschlossen
Heikendorf • Korügen 7
Tel. (0431) 24 13 02 oder Tel. (0431) 24 26 03
txn - Wer sich kräftige Obstbäume und eine reichhaltige
Ernte wünscht, sollte spätestens
Ende März mit dem Beschneiden der Gehölze fertig sein. Ein
Winterschnitt stärkt das Holz
und regt das Wachstum an –
ein Sommerschnitt hingegen
bremst das Wachstum. Ein sonniger, trockener und frostfreier
Tag eignet sich am besten zum
Beschneiden. Damit der Baum
genug Zeit hat, um sich zu erholen, sollten früh austreibende
Gehölze zuerst beschnitten werden. Wird die Rinde versehentlich verletzt, steigt die Gefahr
eines Pilzbefalls. Daher die Äste
stets einen halben Zentimeter
vor dem Stamm absägen. Zum
Beschneiden der Baumkronen
empfiehlt sich ein Hochentaster
mit Benzinmotor wie der Stihl
HT 56 C. Mit ihm lassen sich
vom Boden aus Äste in bis zu
vier Metern Höhe sauber und
baumschonend kappen.
Nach getaner Arbeit wird
der Schaft einfach in zwei Hälften geteilt, damit das Gerät
platzsparend verstaut werden
kann.
Gartengestaltung
Björn Lenschau
schwichtenberg.gala@gmail.com
• Pflaster- und
Natursteinarbeiten
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Gehölzpflege
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Ein Rückschnitt der Äste im Winter bereitet Obstbäume für ertragreiches Wachstum in der
kommenden Saison vor.
Foto: Stihl/txn
Grotenhof 5
24217 Fiefbergen
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Fax 04344/810 70 67
Förde Kurier 1/2015