Herzlich willkommen in
unserer Schweiz .
Sie halten die erste Ausgabe des Flüchtlings-Magazins
Status N in der Hand.
Fast 40’000 Menschen haben im Jahr 2015 in der
Schweiz ein Asylgesuch eingereicht. Man sieht sie als
grosse Masse, als Zahlen, Statistiken und Fallnummern. Leider neigt man dazu zu vergessen, dass hinter
diesen Nummern Menschen stehen. Jeder mit einer
eigenen Geschichte und einer Stimme, die wir bislang
aber nicht hören. Dieses Magazin soll Flüchtlingen
und Asylsuchenden in der Schweiz eine Plattform bieten, ihre persönliche Sichtweise zu erläutern. Unser
Ziel ist es nicht, Moralpredigten zu halten oder zu
politisieren. Vielmehr ist es unser Bedürfnis, Brücken
zu schlagen und einen Dialog zu starten.
In dieser Ausgabe haben Freiwillige – alle im laufenden Asylverfahren – Texte geschrieben, fotografiert
und über das Thema Meine Schweiz diskutiert. Sie
sind hiermit herzlich eingeladen, in die Schweiz aus
Flüchtlingssicht einzutauchen.
Im ersten Teil finden Sie zwei Texte, welche das
Schweizer Asylsystem und den Begriff « Flüchtling »
erläutern. Beim Durchlesen werden Sie auch herausfinden, was es mit dem Namen « Status N » auf sich hat.
Darauf folgen persönliche Texte von Teilnehmern
aus den unterschiedlichsten Ländern. Aus Gründen
des Persönlichkeitsschutzes wurden alle Namen von
Autoren und Fotografen mit fiktiven Fallnummern
ersetzt.
Das Reaktionsteam von Status N wünscht hiermit
viel Vergnügen beim durchblättern, lesen und entdecken.