Sonntagsblatt 01-2022 - Page 38

ziehungen habe ich mich auch auf Deutschland konzentriert . Es war schon von Anfang an mein Traum irgendetwas in deutscher Sprache zu studieren .
V . H .: Von 2016-2019 haben Sie wiederum an zwei Universitäten gleichzeitig studiert , einmal an der Universität in Leipzig und einmal in Budapest . Wie sah Ihre Studienzeit aus , waren die Seminare anders aufgebaut als bei Ihrem Germanistikstudium in Ungarn ? Konkret meine ich das Studieren an zwei Universitäten .
A . C .: Es war ein Doppel-Master-Programm . In dem Jahr , als ich das Studium angefangen habe , wurde diese Kooperation ganz neu zwischen der Universität Leipzig und der Andrássy-Universität in Budapest gestartet . Das war ein schöner Zufall , da ich mich nicht ganz entscheiden konnte , ob ich in Ungarn oder in Deutschland meinen Master studieren sollte . Durch dieses Programm musste ich mich nicht entscheiden . Praktisch sah es so aus , dass wir drei Semester in Ungarn und ein Semester in Deutschland verbracht haben . Wir hatten in den drei Semestern in Ungarn auch gemeinsame Seminare , wo die Studierenden aus Leipzig nach Budapest kamen , da konnten wir uns schon kennen lernen .
V . H .: Was war konkret das Schönste an der Unizeit ?
A . C .: Auf jeden Fall die vielen Freundschaften , die ich geschlossen habe , denn ich habe sehr viele Leute dadurch kennen gelernt und war sehr viel in Deutschland ! Dadurch baut man ein sehr schönes und großes Netzwerk auf .
V . H .: Sie durften im Laufe Ihres Lebens schon einige Berufserfahrungen sammeln . Was war das prägendste Erlebnis ?
A . C .: Ich war 2016 mit einem Stipendium - mit einem internationalen Parlaments-Stipendium ( IPS ) - im Bundestag , und da habe ich für ein halbes Jahr im Büro eines Bundestagsabgeordneten gearbeitet . Das Praktikum , das ich zwischen dem Bachelor und dem Master gemacht habe , war sehr prägend für mich .
V . H .: Auf der IfA-Seite steht , dass Sie sich sehr für Bildung / Kultur und sozialpolitische Themen mit besonderem Bezug zu den Roma interessieren . Warum gerade die Roma ?
A . C .: Ich denke , wenn man in Ungarn lebt , kann man sehr viel Ungerechtigkeit erfahren . Aber wenn man selber nicht Rom ist , muss man dafür offen sein . Auf jeden Fall hatte ich an der Károli-Uni einen Vortrag über die Kultur der Roma in Ungarn gehört und ich habe da dann gemerkt : Ich habe eigentlich gar keine Ahnung von der Kultur und der Geschichte dieser Nationalität und ich kenne auch niemanden so richtig persönlich , der Rom ist .
Ich habe mir dann die Frage gestellt , wie es sein kann , dass ich keinen Bezug zu Roma habe , obwohl sie – bzw . die verschiedenen Roma-Gruppen insgesamt – ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung ausmachen . Also dieser Vortrag hat mein Interesse geweckt und ich habe mich dann in diesem Bereich immer mehr engagiert . Es gibt Zivilorganisationen , wie Indahouse Hungary , sie organisiert Nachhilfeunterricht und frühkindliche Förderung für Kinder in Nordostungarn . Da bin ich schon seit vier Jahren ehrenamtlich aktiv . Ich sehe , dass die Kinder sehr viel Aufmerksamkeit und Ermutigung brauchen . Deshalb möchte ich , soweit es mir möglich ist , die gesellschaftlichen Ungleichheiten etwas ausgleichen . Mir ist es sehr wichtig , auch meine Umgebung auf dieses Thema aufmerksam zu machen .
V . H .: Frau Czenthe , vielen Dank für das Interview !
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