SmartWeekly 17.06.2022 - Page 14

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FRAGE DER WOCHE

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Hans Ottari , Otterndorf : Gibt es Messer , die einfach scharf bleiben ?

Text : Ben Kraus

Um diese Frage zu beantworten , ist ein wenig Messerkunde erforderlich . Das entscheidende ist der Stahl . Europäische Messer sind sehr weich . Dadurch brechen sie nicht , die Schärfe nimmt aber ab . Japanische Messer sind sehr hart . Das macht sie länger scharf , aber auch spröde . Bei Keramikmessern ist die Lebenszeit durch die Pflege der Keramik ausschlaggebend .

Selbstschleifende Messer haben eigentlich keine Klingen , sondern sind Mikrosägen .

Auf dem Markt sind tatsächlich Messer im Umlauf , die nie stumpf werden – sagt der Hersteller . Die sogenannten „ Evercut “ haben eine Beschichtung , die sie wartungsfrei macht . Nachteil : Wird diese beschädigt , ist ein Nachschleifen nicht möglich . Ein anderer Gedanke ist das „ Selbstschleifende Messer “. Es hat eigentlich keine Klinge , sondern ist eine Mikrosäge . So nutzt es sich unregelmäßig ab und schleift sich selbst . Doch auch hier kommt der Punkt , an dem du nachschleifen musst , aber nicht kannst .

Es läuft also auf eine Lösung hinaus : Entscheide dich für ein gutes Messer . Eines , mit dem du eine lange Zeit verbringen willst . Dann behandle es gut . Schneide nie auf harten Untergründen wie Glas , Metall oder Granit . Reinige es mit der

Hand und nicht in der Spülmaschine . Platziere es gut und sicher , aber nicht lose in der Schublade . Schärfe es vor und nach jeder Benutzung an einem Wetzstahl . Am besten schneidest du keine säurehaltigen Früchte damit , sondern mit einem Keramikmesser . Man kann ein Kochmesser vererben , wenn man es gut pflegt .

Unsere Empfehlung :

Vielleicht ist das Biscaya Damast Chefmesser sogar zu schön für die Küche . Aber es wird dich ein Leben lang begleiten . Preis 1.300 Euro .

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