SmartWeekly 13.05.2022 - Page 16

Aktuell 16

Skander Kaafar , Vice President Sales & Marketing der eQ-3 AG

4 FRAGEN AN …

Die Zukunft des Smart Homes

Welche spannenden Innovationen können wir vom smarten Zuhause in Zukunft erwarten ? Wir sprachen mit dem Experten Skander Kaafar von eQ-3 .

Herr Kaafar , leben wir bald alle in vollständig KI-gesteuerten Häusern , die uns alle lästigen Arbeiten abnehmen – oder wie stellen Sie sich die Zukunft des Smart Homes vor ? � ( lacht ) „ Beim Blick in die Zukunft ist es natürlich verlockend , viele Jahrzehnte in die Zukunft zu schauen und zu spekulieren , ob die Menschheit in fliegenden Autos durch Megacitys düst . Dieser Blick in die Glaskugel ist mir aber zu spekulativ . Viel spannender finde ich es , auf Basis der aktuellen Technologie Entwicklungen vorauszusagen , die wir alle noch erleben können .“

Haben Sie dafür ein Beispiel ? �

„ Natürlich . Dazu gehört mit Sicherheit die bereichsübergreifende Vernetzung , die im und um das Smart Home herum immer weiter zunehmen wird . Schon jetzt bietet die intelligente Vernetzung verschiedenster Geräte und Aktoren fantastische Möglichkeiten , etwa für die eigene Sicherheit . Die smarten Rauchwarnmelder von Homematic IP kommunizieren bei einem Alarm nicht nur untereinander , um in allen Räumen gleichzeitig zu warnen , sondern sie sprechen auch die smarten Rollladen- und Jalousieaktoren an . Die Beschattungselemente werden dann automatisch hochgefahren , um mögliche Fluchtrouten freizugeben – eine einfache Vernetzung , die Leben retten kann . Dieses simple Beispiel zeigt den klaren Vorteil eines Bereichs- und Gewerkeübergreifenden Smart-Home-Systems gegenüber Insellösungen . Und genau diese Entwicklung wird weiter voranschreiten .“

Und wie sieht es im Bereich Energie aus , der uns alle aktuell wohl am meisten beschäftigt ? � „ Auch hier wird die Vernetzung zunehmen . Es ist abzusehen , dass das Energiemanagement immer stärker Teil des smarten Zuhauses wird und etwa auch das eigene Auto mit einbezieht . Vor allem aber werden Häuser dank smarter Technik energieeffizienter sein – Wohngebäude , aber auch öffentliche oder privatwirtschaftlich genutzte Bauten . Erst kürzlich haben wir ein Projekt an einer Schule in Leer durchgeführt . Dort wurden Klassenräume mit einer smarten Einzelraumregelung von Homematic IP ausgestattet , also mit smarten Heizkörperthermostaten , Fensterkontakten und Wandthermostaten . Die Messung des Heizenergieverbrauchs im Vergleich zu einem baugleichen , konventionell beheizten Schultrakt im gleichen Gebäude ergab eine Ersparnis von mehr als 30 Prozent ! “

Diese Zahl wurde schon in der Vergangenheit genannt . Sie konnten sie aber im Schulalltag belegen ? �

„ Korrekt . Der Versuch belegt aber nicht nur das Einsparpotenzial auf eindrucksvolle Weise , sondern zeigt auch , dass unsere Technologie geeignet ist , um schon heute großflächig in solchen und ähnlichen Gebäuden eingesetzt zu werden . Dabei sind der Aufwand und die Kosten für eine Nachrüstung wesentlich geringer als bei einer Sanierung oder gar einem Neubau . Mit Blick auf den Klimawandel und steigende Energiepreise ist für mich ganz klar , dass solche Lösungen kurz und mittelfristig eine große Verbreitung finden werden . Unsere Zukunft ist smart !“